Kultige Handkreisel Bieler Fidget Spinners erobern die Schweiz

Viele Kinder haben mehrere davon: farbige und leuchtende Handkreisel oder Fidget Spinners. Eine Bieler Stiftung produziert die Spielzeuge seit Mitte Mai.

Die Kinder in einem Könizer Quartier haben ihre Handkreisel geholt. Verschiedenfarbige oder leuchtende Fidget Spinners sind zu sehen. Die meisten lassen den Handkreisel zwischen den Fingern drehen. Aber es gebe viele andere Stellen, an denen man den Kreisel laufen lassen könne, sagt dieser Knabe.

«  Das coole daran ist, dass er überall dreht. Auf den Fingern, dem Ellenbogen oder dem Knie. »

Knabe

Die Fidget Spinners liegen immer noch im Trend. Bei der Bieler Stiftung Dammweg produzieren Menschen mit Behinderung die Handkreisel. Nur das Kugellager wird bestellt, alle anderen Teile werden in der Metallverarbeitung in Ipsach und in der Montage in Biel hergestellt und der Kreisel dann am Dammweg zusammengebaut.

«  Für den Spinner braucht es verschiedene Produktionsschritte die verschieden schwierig sind. »

Eric Müller
Leiter Betrieb Stiftung Dammweg

Der Fidget Spinner eigne sich für Menschen mit Behinderung sehr gut zum Herstellen, weil jeder entsprechend seiner Fähigkeiten etwas machen könne, sagt Eric Müller. Der Leiter Betrieb der Stiftung Dammweg hatte auch die Idee, den Handkreisel herzustellen. «Ich habe vier Kinder, da macht man einige Trends mit.»

Nicht patentiert und rechtlich kein Problem

Bevor die Produktion am Dammweg in Biel Mitte Mai startete, hat Eric Müller im Internet recherchiert und festgestellt, dass das Produkt nicht patentiert ist und in der Schweiz damals noch nicht hergestellt wurde. Inzwischen gibt es verschiedene Schweizer Produktionen des Spinners.

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Trendige Handkreisel aus Biel

1:05 min, vom 7.7.2017

Marc an der Laserschneidmaschine ist stolz, dass er an der Produktion der Handkreisel beteiligt ist. Er finde den Spinner cool und auch, dass die Stiftung damit Geld verdiene.

«  Das gibt viel Geld und damit können wir dann schöne Ausflüge und Lager machen. »

Marc
Chef der Laserschneidmaschine

Keine Konkurrenz zu KMU's

Die Bieler Stiftung Dammweg müsse 50 Prozent des Budgets selber erwirtschaften, sagt Gesamtleiterin Susanna Hurni. «Da kommen solche Innovationen sehr gelegen.» Ein möglicher Gewinn fliesse zurück an die Stiftung, sei also zweckgebunden.

Portrait Susanna Hurni und Eric Müller

Bildlegende: Susanna Hurni und Eric Müller leiten die Stiftung Dammweg in Biel. ZVG/Stiftung Dammweg

Eine Konkurrenz zu Unternehmen im regulären, ersten Arbeitsmarkt ist die Produktion der Stiftung laut Hurni nicht: «Wir produzieren eine zu kleine Stückzahl, um eine Konkurrenz zu sein. Und auch der Preis ist marktüblich.» Falls der Boom der Fidget Spinners abflauen sollte, habe die Stiftung schon wieder neue Ideen für innovative Produkte: «Was das ist, sage ich aber noch nicht!»

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