Bieler Tauchlampen für die Weltspitze

Egal ob National Geographic oder BBC - viele der weltbesten Unterwasserfilmer setzen für ihre Aufnahmen auf Tauchlampen eines kleinen Schweizer Unternehmens. Gebaut wird das Nischenprodukt von einem Bieler Erfinder, der es geschafft hat, sein Hobby zum Beruf zu machen.

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Bieler Tauchlampen für die Weltspitze

4:47 min, aus Schweiz aktuell vom 25.3.2013

Angefangen hat alles damit, dass er seiner Frau ein Geburtstagsgeschenk machen wollte. Aus Lust an der Technik und zum Vergnügen hat Daniel Keller seine erste Tauchlampe gebaut, damals noch eine Halogenlampe.

Später bastelte er seine Lampen im Keller bis er dann vor sieben Jahren sein Geschäft ausbaute und sich in einem Industriegebäude in Nidau eingemietet hat.

Heute beschäftigt er drei Mitarbeiter und produziert mit seiner Firma Keldan Lights in Biel mehrere Hundert LED-Lampen im Jahr für Profi-Unterwasserfilmer aus der ganzen Welt.

Biel ist ein guter Standort

Die Elektronik und die Akkus für seine Lampen bezieht Daniel Keller in Asien, die Aluminumbestandteile des Gehäuses stammen jedoch aus der Schweiz. Dabei nutzt Keldan auch die Vorteile des Standortes Biel. «Biel ist sicher ein guter Boden, um so ein Produkt zu entwickeln. Zum Beispiel die Oberflächenbehandlung des Aluminiums, lasse ich bei einer Firma machen, die in der Uhrenindustrie tätig ist und ein sehr hohes Qualitätsniveau hat», erklärt Keller.

Schlaflose Nächte

Da er die Tauchlampen nach wie vor selber entwickelt, kann der gelernte Elektroingenieur neue technologische Errungenschaften rasch aufnehmen und in die Produktion seiner Lampen einfliessen lassen.

Vor allem die LED-Technologie entwickelt sich rasant. «Wenn ich plötzlich merke, dass es ein neues Produkt gibt, dann lässt mir das keine Ruhe. Ich überlege mir, wie ich das beste Produkt mit den neuen Bauteilen herstellen kann», sagt Keller. «Ich hatte in den letzten 15 Jahren schon viele schlaflose Nächte wegen meiner Lampen.»