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Bern Freiburg Wallis Bienensterben: Experten stehen vor Rätsel

Im Emmental sind 172 Bienenvölker vergiftet worden, 7 davon mussten ausgebrannt werden. Imker und Bauern sind verunsichert. Behörden suchen nach Ursachen.

Bienenstöcke
Legende: Gegen eine Million Bienen im Emmental sind halbseitig gelähmt und flugunfähig. Symbolbild/Keystone

In den Dörfern rund um Zäziwil im Emmental beklagen mehrere Imker ein Bienensterben. Rund 1 Million Bienen sind vergiftet worden. Die Insekten sind halbseitig gelähmt und flugunfähig. Von den 172 betroffenen Bienenvölkern mussten 7 Völker ausgeräuchert werden.

Seit mehreren Wochen werden Labortests duchgeführt und die Pflanzenschutzmittel der regionalen Obstproduzenten getestet. Trotzdem hat man noch keine konkreten Ergebnisse.

Jürg Glanzmann vom Bienengesundheitsdienst, welcher im Auftrag des Bundes arbeitet, sagt gegenüber dem «Regionaljournal Bern, Freiburg, Wallis» von Radio SRF: «Wir stehen vor einem Rätsel. Im Moment sind Detailanalysen im Gang. Es muss sich aber um ein Pestizid handeln.» Bisher wurden rund 500 Wirkstoffe analysiert. Insgesamt gibt es bis zu 10'000 verschiedene Wirkstoffe.

Die Honigernte in der betroffenen Region wird dieses Jahr ins Wasser fallen. Auch die umliegenden Obstproduzenten müssen mit einer kleineren Ernte rechnen, weil weniger Bienen die Blüten bestäuben. Die betroffenen Imker haben eine Anzeige gegen Unbekannt eingereicht. Die Kantonspolizei Bern hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Michaela Frank, 38239 Salzgitter
    Ich habe mir Hummeln bei einem Bestäubungsimker gekauft um mehr Hummeln im Garten und im Umkreis zu haben allerdings sehe ich auch sehr viele Hummeln die mit verkrüppelten Flügeln rauskommen und auch halbseitig gelähmt sind ... Es liegen auch viele tote Hummeln rings herum ... Das macht mich sehr traurig weil ich nicht helfen kann und das Bienensterben durch CCD mir Angst macht :-( betrifft das vielleicht auch schon Hummeln ?
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  • Kommentar von Gunnar Leinemann, Teuffenthal
    Wenn die Strahlung von Mobilfunksendern bei Kälbern Grauen Star auslösen kann, wie die Uni Zürich bewiesen hat, dann kann sie auch bei Insekten zu eigenartigen Phänomenen oder Krankheiten führen, genauso wie bei uns übrigens. Vielleicht muss mal auch mal "Unvorstellbares" in die Untersuchungen mit einbeziehen. Viele wildlebende Insekten verschwinden ja auch von der Bildfläche, trotz (oberflächlich gesehen) zum Teil recht guter Biotope.
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