Berner Fachhochschule Bildungskommission will Standortfrage nicht neu aufrollen

Bern oder Burgdorf? Diese Frage will die zuständige Kommission des Kantonsparlaments nicht neu diskutieren. Hintergrund sind neue Informationen über die Neuaufteilung der Departemente.

Das Gebäude.

Bildlegende: Die Berner Fachhochschule für Architektur, Holz und Bau – in Burgdorf. BFH

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Kantonsparlament hatte sich für die Standorte Bern und Burgdorf ausgesprochen.
  • Die Parlamentarier waren aber nicht über eine Neuaufteilung der Departemente informiert – das stiess vielen sauer auf.
  • Die Bildungskommission will nun nicht neu diskutieren, bedauert aber die fehlende Kommunikation.

Die Kommission hat die Kommunikation der Berner Fachhochschule BFH in Bezug auf die neue Organisationsstruktur der Schule unter die Lupe genommen. Die kommunizierte Aufteilung des Departements Wirtschaft, Gesundheit und Soziale Arbeit (WGS) der BFH in drei Departemente sei überraschend gekommen, heisst es in der Mitteilung.

Vertrauensverlust wegen Kommunikation

In der Bildungskommission sei diese Kommunikation nach den vorgängigen, intensiven Diskussionen im Grossen Rat zur Standortkonzentration «als Vertrauensverlust» stark kritisiert worden.

«Die mangelnde Transparenz gegenüber dem Grossen Rat wurde von den Verantwortlichen anerkannt und es wurden Mängel in der Kommunikation eingeräumt», steht in der Mitteilung weiter.

Die Bildungskommission verlangt nun verbindliche Lösungen für eine Verknüpfung der Kredite für den Campus Bern und Burgdorf. Die Möglichkeiten dazu würden an einer nächsten Sitzung mit den Beteiligten diskutiert, teilte der bernische Grosse Rat am Donnerstag mit.

Um diesem Prozess die notwendige Zeit zu geben, beantragt die Kommission dem Grossen Rat, die Beratung des Kredits für den Campus Bern auf die Septembersession zu verschieben.