BKW erhöht Strompreis um durchschnittlich 9 Prozent

Strom vom bernischen Energiekonzern BKW ist nächstes Jahr um durchschnittlich 9 Prozent teurer. Zur Begründung verweist das Unternehmen unter anderem auf die höheren Kosten seines Verteilnetzes.

Die BKW gibt verschiedene Gründe für den höheren Strompreis an. Einerseits spielen die höheren Kosten für das Übertragungsnetz der Swissgrid wie auch höhere Bundesabgaben eine Rolle. Auch ein Bundesgerichtsurteil spielt eine Rolle.

Stromanlagen

Bildlegende: BKW-Strom wird teuerer. Keystone

Nach einem Bundesgerichtsentscheid hatte die Aufsichtsbehörde ElCom vor gut einem Jahr den höheren Wert und damit auch die höheren Kosten des BKW-Verteilnetzes anerkannt. Aus diesem Grund steigen die Netznutzungstarife 2016 an.

Damit werde gewährleistet, das die BKW auch künftig rund 100 Millionen Franken pro Jahr in die Erneuerung und den Ausbau des Netzes investieren könne, schreibt der Energiekonzern. Verteuert wird der Strom aber eben auch durch die höheren Netznutzungstarife von Swissgrid für das Übertragungsnetz und durch die Erhöhung der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) des Bundes.

«Die eigentlichen Energiekosten bleiben gleich, doch die Kosten für den Transport steigen», fasst BKW-Mediensprecher Tobias Fässler zusammen.

«Der Spielraum für Energiekonzerne ist tatsächlich klein», sagt SRF-Wirtschaftsredaktor Klaus Ammann. «Die Kosten für das Verteilen des Stroms steigen», schätzt Ammann ein. «Netzausbau und Unterhalt sind teuer.»

Auch tragen die neuen Anlagen zu den steigenden Kosten bei. «Für die vielen kleinen Solaranlagen braucht es ein engmaschigeres Netz – und das kostet», so der SRF-Wirtschaftsredaktor.

So teuer wird der Strom

Insgesamt steigen die Kosten für Haushalte um durchschnittlich 9 Prozent. Für einen Vierzimmer-Haushalt mit Elektroherd und Elektroboiler und einem Jahresverbrauch von 4500 Kilowattstunden erhöhen sich die Stromkosten um etwa sieben Franken pro Monat.