BKW: Geld für das Ende des AKW Mühleberg ist da

Der Berner Stromkonzern BKW hat für 2015 einen Gewinn von 284 Millionen ausgewiesen. Aber die milliardenschweren Rückstellungen für das Ende des AKW Mühleberg haben wenig verdient – weil Börse und Kapitalanlagen kaum mehr rentieren. Kein Problem, sagt die Chefin.

Das AKW Mühleberg an der Aare.

Bildlegende: Das AKW Mühleberg an der Aare: 2019 muss es stillgelegt und über Jahrzehnte entsorgt werden. Keystone

Am Donnerstag hat der bernische Energiekonzern BKW seine Jahresrechnung 2015 vorgestellt. Sie schliesst mit 284 Millionen Franken Reingewinn ab. Ein sehr gutes Resultat, gemessen an den Problemen der Konkurrenten Alpiq und Axpo.

Diese beiden Konzern haben im gleichen Zeitraum rund 1,7 Milliarden Franken Verlust erlitten. Aber die BKW sagte auch: Der milliardenschwere Topf mit den Rückstellungen für das Ende des AKW Mühleberg hat wenig rentiert – weil Kapitalanlagen und die Börse kaum mehr Rendite abwerfen.

BKW-CEO Suzanne Thoma beruhigt: Das Werk Mühleberg geht 2019 vom Netz und erst dann beginnen die Kosten für die Stilllegung zu laufen.

«  Ich mache mir keinerlei Sorgen wegen des Geldes. »

Suzanne Thoma

Ihr Anteil, gemäss Finanzplanung 2011: 800 Millionen Franken. Im Topf sind 860 Millionen bereit. «Das ist für uns erledigt», sagt Suzanne Thoma. Die Kosten für die Entsorgung (1,3 Milliarden) beginnen 40 Jahre später und dauern bis ins Jahr 2100.

«Auch da sind wir auf Kurs», so die Konzernchefin. Die BKW hat von den berechneten Kosten von 2,1 Milliarden bereits 1,5 Milliarden auf die Seite gelegt.

Aber die Einkünfte aus dem Finanzmarkt sind sehr ungewiss. «Dann wird die BKW genug Mittel haben, um ihren Verpflichtungen nachzukommen», kontert Suzanne Thoma. Sie erwartet allerdings auch in Zukunft eine mindestens moderate Verzinsung. «Unser ganzes System funktioniert so. Zum Beispiel die AHV oder die Pensionskassen».

Jahreszahlen 2015