Bund schaut beim Autobahnbau im Wallis genau hin

Der Bau der A9 durchs Wallis verzögert sich und verzögert sich. Der Bund trifft nun Fachleute aus dem Wallis regelmässig, um vorwärts zu machen.

Baustelle mit Kies

Bildlegende: Es geht kaum vorwärts: Baustelle bei Baltschieder. zvg (Archiv)

Eigentlich sollte die Autobahn durchs Wallis 2019 fertig sein. Doch wohl erst 2025 können die Autos die A9 zwischen Siders und Brig benützen. Die Planung der Strasse dauert seit über 40 Jahren, bislang wurde erst ein kleines Teilstück bei Brig eröffnet. Verschiedene Gründe sind dafür verantwortlich. Unter anderem:

  • Geologische Risiken, etwa beim Riedberg-Tunnel, bei Turtmann und beim Eingang des Visper Tunnels.
  • Juristische Probleme, vor allem im Nachgang zu der Affäre um Vorauszahlungen. Es waren Millionenzahlungen an Unternehmer geleistet worden für Arbeiten, die noch gar nicht realisiert worden waren.

Der Bund hat die Oberaufsicht für den Autobahnbau. Die Walliser sind Bauherren. Der Bund will nun noch genauer wissen, wie die Bauarbeiten im Wallis vorankommen.

Neu findet jeden Monat ein Treffen mit den Fachleuten des Bundesamtes für Strassen (Astra) und des Kantons statt. «So können wir wenn nötig den Wallisern rasch Hilfe anbieten», erklärt Astra-Sprecher Thomas Rohrbach. Er bestätigt damit einen Bericht des Sonntagsblicks. «Ob Finanzen oder konkrete Bauprojekte: alles wird angeschaut und diskutiert.» Eine solch enge Begleitung hat es laut Rohrbach noch nie gegeben. Die regelmässigen Treffen finden «bis auf Weiteres» statt.