Bundesasylzentrum im Truppenlager Boltigen

Der Bund eröffnet Anfang Dezember in Boltigen im Simmental ein temporäres Asylzentrum. Er will das Truppenlager während drei Jahren nutzen. Es bietet maximal 120 Asylsuchenden Platz. Auch für den Waffenplatz Thun gibt es neue Pläne.

Gut gesichert: Asylsuchende beim Eintritt ins Bundesasylzentrum Thun vor einem Jahr.

Bildlegende: Im Dezember eröffnete der Bund ein Asylzentrum auf dem Waffenplatz Thun. Jetzt hat er sich mit Boltigen geeinigt. Keystone

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat sich mit der Gemeinde Boltigen, dem Kanton Bern und dem VBS geeinigt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Das Bundesasylzentrum in der Truppenunterkunft Boltigen gehe voraussichtlich Anfang Dezember für maximal drei Jahre in Betrieb. Es hat eine maximale Kapazität von 120 Betten.

Informationen für die Bevölkerung

Betreiben wird das Zentrum die ORS Service AG; die Sicherheit gewähre die Securitas AG, heisst es in der Mitteilung weiter. Die ORS wolle mit Unterstützung der Gemeinde Boltigen gemeinnützige Beschäftigungsprogramme für die Asylsuchenden organisieren. Eine Begleitgruppe werde den Betrieb unterstützen.

Für die Bevölkerung soll es vor der Eröffnung eine Informationsveranstaltung und einen Tag der offenen Türe geben.

Waffenplatz Thun als Notnagel

Bei einem raschen und starken Anstieg von Asylgesuchen will der Bund auf dem Waffenplatz Thun bis zu 1200 Personen unterbringen. Zu dieser Nutzung im Rahmen der Notfallplanung Asyl hat der Bund bei Stadt Thun und Kanton Bern eine Konsultation eröffnet.

Die Panzerhallen auf dem Thuner Waffenplatz waren bereits von Dezember 2016 bis Ende Mai 2016 als temporäres Bundesasylzentrum genutzt worden, damals jedoch mit einem Maximum von 600 Plätzen.

Laut Staatssekretariat für Migration (SEM) hat sich gezeigt, dass diese Anlagen für die vorübergehende Unterbringung von Asylsuchenden geeignet seien, teilte das SEM am Freitag mit.

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