Buskers - wenn die Welt nach Bern kommt

Das 11. Strassenmusikfestival Buskers bringt dieses Wochenende 41 Gruppen aus 5 Kontinenten nach Bern. 750 hatten sich beworben. Im Vorfeld war Kritik aus Berner Gastrokreisen laut geworden. Doch nun übertönt die Musik die Unstimmigkeiten.

41 Einzelkünstler und Gruppen treten dieses Jahr in Bern auf - weit mehr wollten gerne dabei sein. Die Festivalleitung hat 750 Bewerbungen geprüft. «Wir wollen einen Mix», sagt Festivalleiterin Christine Wyss zur Auswahl. Zwei Drittel des Programms bestehen aus Musik und ein Drittel aus visuellen Künsten wie Akrobatik, Jonglage oder Marionettenspiel.

Dieses Jahr haben sich besonders viele Singer-Songwriter für das Buskers beworben. «Ob das mit diesen Talentshows zu tun hat?» fragt sich Christine Wyss. Aus unzähligen Einzelkünstlern, Duos und Trios mit Gitarre hätten sie einen Bluessänger aus Belgien gewählt.

Viele Künstler kämen aus Australien, «sie verbringen ihren Winter in Europa». Wenn sie schon in Europa sind, kann ihnen das Buskers den Flug nach Bern zahlen. Überseeflüge hingegen könnten sie nicht finanzieren, sagt die Festivalleiterin. Wohl darum gebe es nur wenige Gruppen aus den USA.

Auffällig ist die kleine Zahl an Gruppen, die bereits einmal am Buskers in Bern gespielt haben. «Alle möchten jeweils gerne wieder kommen», sagt Christine Wyss. «Aber wir wollen dem Publikum neue Entdeckungen bieten.»

Verstimmung im Vorfeld des Festivals

Vor dem Beginn des Buskers 2014 hätten sich mehrere Berner Wirte beschwert, hiess es am Mittwoch in der «Berner Zeitung». Weil sie dem Festival eine Gebühr zahlen müssen, wenn sie einen Takeaway-Stand aufstellen möchten und weil vorgeschrieben ist, welches Bier dort ausgeschenkt werden darf.

«Die Vorgabe des Biers hat mit dem Sponsoren zu tun», sagt Festivalleiterin Christine Wyss. «Jedes Festival hat einen Getränkesponsor.» Und eine Gebühr für Takeaway-Stände - ermässigt für Berner Gastrobetriebe - habe es von Anfang an gegeben. «Wir arbeiten seit zehn Jahren mit fast 20 Berner Gastrobetrieben zusammen und alle wollten immer wieder mitmachen.» Die Kritik sei ihnen nie persönlich vorgetragen worden.

Das Festivalbudget beträgt 650'000 Franken. Der Erlös der Festivalbändel sollte etwa die Hälfte davon einbringen, dazu kommen Beiträge der Stadt Bern, von Zünften und der Burgergemeinde. Und einen Teil trägt die Gastronomie bei. «Das macht jedes Openairfestival so», sagt Christine Wyss.

Das 11. Buskers Bern ist vom 7. bis 9. August 2014 in der unteren Berner Altstadt.

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