Carton im Sääli – und zwar immer wieder

Organisiert ein Verein einen Lottoabend, dann ist das ein grosser Aufwand. Doch es geht auch anders: Der Lottoverein 51 in Worb organisiert pro Jahr rund 100 Lottos für andere Vereine.

«Früher war der Aufwand für uns viel grösser», sagt Cyril Blaser vom FC Hasle-Rüegsau. «Heute stellen wir fünf Leute und der Rest funktioniert.» Er und seine Vereinskollegen sind für ein paar Abende beim Lottoverein 51 in Worb eingestiegen. Dieser macht über 100 Lottos pro Jahr. Die Einnahmen gehen abzüglich der Saalmiete, der Spesen und dem Lohn für die Abend-Crew an den Partnerverein, in diesem Fall an den FC Hasle-Rüegsau.

«Ich habe in den letzten zwei Jahren nie weniger als 1‘500 Franken pro Abend an einen Verein ausbezahlt», erklärt Roland Künzler. Er ist der Präsident vom Lottoverein 51. Vor der Pension war er Geschäftsleiter eines Ladens, der auch Lottoartikel verkauft hat. «Und da habe ich gemerkt, dass das klassische Lotto mit Fleischpreisen und Käseplatten für viele Vereine nicht mehr attraktiv war.» So sei der Lottoverein 51 entstanden. Er und seine Vereinskollegen haben das Lottowesen quasi zentralisiert und die Sachpreise durch Gutscheine für einen Detailhändler ersetzt. Und das scheint zu funktionieren.

Am Lottoabend des FC Hasle-Rüegsau spielten etwa 150 Leute mit. Viele von ihnen Stammgäste. Und wenn man sie nach dem Grund für ihre Leidenschaft fragt, sagen sie alle: «Es ist die Spannung, wenn du eine Karte fast voll hast, und du nur noch eine Zahl brauchst.» Es ist genau dieser Kick, welcher den Vereinen einen ordentlichen Zustupf an die Vereinskasse garantiert. Das Prinzip Lottoverein 51 geht auf.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis; 17:30 Uhr, hafj