Christian Brantschen: «Ich bin kein Apéro-Musiker»

Der 54-jährige Berner Musiker und Komponist spricht als Sonntagsgast über exzessives Akkordeon hören in der Kindheit, Branchli, Risotto und Musik.

Er ist Keyboarder und Akkordeonist bei Patent Ochsner, begleitet die Literaten von «Bern ist überall» oder Pedro Lenz bei Lesungen musikalisch, stand schon mit Züri West oder Gustav im Studio, schrieb Filmmusik für den «Tatort» und ist im Moment auf dem Gurten zu sehen: Für das Stück «Paradies» schrieb er die Musik, die er auch gleich live spielt. «Ich bin kein Apéro-Musiker», sagt Christian Brantschen auf die Frage, ob es denn etwas gibt, dass er nicht mache.

Dass der 54-jährige Berner heute von Musik lebt, hätte er früher kaum gedacht: «Musik war in der Familie immer ein Thema, aber es hat mich nicht so interessiert», erinnert er sich. Dennoch erkannte er früh sein Talent: «Schon als Sek-Schüler hatte ich ein Nachtigall-Stimmchen».

«Will nicht mit 65 aufhören»

Der Entscheid, die Tätigkeit als Lehrer aufzugeben und voll auf die Karte Musik zu setzen, sei der beste seines Lebens gewesen, erzählt er. «Auch wenn es ein Risiko ist, ein Beruf mit einer Pensionskasse im Rücken aufzugeben, um Musik zu machen.»

An Ruhestand mag der 54-Jährige aber sowieso noch nicht denken. «Ich will nicht mit 60 oder 65 aufhören, Musik zu machen, sondern so lange spielen, wie es geht.»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)