Christophorus ist wieder in Bern

Die Eisenskulptur von Bernhard Luginbühl ist zurück auf dem Berner Bahnhofplatz. Christophorus war acht Jahre lang weg.

Die Eisenskulptur wird am neuen Ort aufgestellt.

Bildlegende: Iwan Luginbühl (rechts) installiert die Eisenskulptur seines Vaters Bernhard Luginbühl auf dem Berner Bahnhofplatz. Keystone

Die rund sieben Meter hohe Eisenskulptur steht seit Mittwoch an einem neuen Standort auf dem Bahnhofplatz. Wer vor dem Haupteingang steht, sieht den Christophorus nun auf der linken Seite. Vor dem Umbau des Bahnhofplatzes war er bei der Heiliggeistkirche. Dort hatte der unterdessen verstorbene Bildhauer und Eisenplastiker Bernhard Luginbühl die Skulptur 1991 platziert.

2007, zu Beginn der Bauarbeiten für die Sanierung und Umgestaltung des Bahnhofplatzes, wurde Christophorus in den Skulpturenpark der Luginbühlstiftung in Mötschwil bei Burgdorf verlegt. Nun haben Luginbühls Söhne Brutus und Iwan die 6,5 Tonnen schwere Eisenskulptur in die Stadt Bern zurückbegleitet.

Christophorus ist eine Reverenz an die gleichnamige Figur aus Holz, die 350 Jahre lang im Christoffelturm stand. Als der Turm im 19. Jahrhundert dem neuen Bahnhofplatz weichen musste, wurde die Holzfigur mit Ausnahme des Kopfes verbrannt. Der Kopf befindet sich im Historischen Museum Bern.

Schutzpatron für Reisende

Stadtpräsident Alexander Tschäppät erinnerte am Mittwoch daran, dass der heilige Christophorus dereinst Reisende über einen Fluss getragen haben soll und darum als ihr Schutzpatron gilt. Vor diesem Hintergrund sei die Skulptur 1991 kurz nach der Schaffung des ersten Fussgängerstreifens über den Bahnhofplatz hinter die Heiliggeistkirche platziert worden.

Auch am neuen Standort beim Milchgässli an der Seite des renovierten Burgerspitals könne Christophorus nun «auf Passanten auf dem gesamten Bahnhofplatz aufpassen.»