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Die Anweisungen in der Asylunterkunft sind deutlich
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 04.04.2020.
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Corona-Übersicht Kanton BE Eine ganze Asylunterkunft steht unter Quarantäne

  • Eine Asylunterkunft in Herrenschwanden bei Bern steht unter Quarantäne. Betroffen sind 55 Personen. Die Massnahmen gelten vorerst bis am 10. April.
  • Im Kanton Bern sind derzeit 113 Personen mit einer Corona-Erkrankung im Spital, davon 35 auf einer Intensivstation. 1106 Personen wurden bisher positiv auf das Virus getestet, 28 Infizierte sind gestorben. (Stand 4.4.2020)
  • In einem Pflegeheim im Berner Jura haben sich 20 Bewohnerinnen und Bewohner und 9 Angestellte mit dem Coronavirus angesteckt.
  • Der Kanton Bern hat auf dem BEA-Gelände ein Drive-in-Testzentrum eröffnet.

Weitere Informationen

Samstag, 4. April, 55 Asylsuchende unter Quarantäne: Der Kanton Bern musste die Kollektivunterkunft Halenbrücke bei Herrenschwanden unter Quarantäne stellen. Ein Asylsuchender wurde am Donnerstagabend positiv auf das Coronavirus getestet. Von der Quarantäne betroffen sind 55 Personen.

Der positiv getestete Asylsuchende und seine Frau wurden umgehend isoliert, in einem Zimmer mit separater Toilette und Dusche. Die anderen Personen in der Kollektivunterkunft müssen nun regelmässig ihren Gesundheitszustand überprüfen, wie Markus Aeschlimann, der Leiter des kantonalen Amts für Bevölkerungsdienste gegenüber Radio SRF erklärt. Auch das betroffene Personal muss sich regelmässig überprüfen lassen.

Die Quarantäne in der Asylunterkunft in Herrenschwanden dauert vorerst bis am 10. April.

Die Zahlen steigen weiter: Wie der Kanton Bern am Samstag auf seiner Coronavirus-Internetseite mitteilte, befanden sich am Samstagmorgen 113 mit dem Coronavirus infizierte Personen im Spital - vier mehr als am Freitagmorgen. 35 der Hospitalisierten liegen auf der Intensivstation (fünf mehr als am Vortag); 28 dieser 35 Personen werden beatmet.

Freitag, 3. April, Covid-19-Ausbruch in Pflegeheim: 20 Bewohnerinnen und Bewohner eines Pflegeheims im Berner Jura – sie sind zwischen 67 und 88 Jahre alt – haben sich mit dem Coronavirus angesteckt, ebenso 9 Angestellte. Alle seien derzeit in einem stabilen Zustand, schreibt die Berner Kantonsverwaltung. Wo das Heim ist, hat sie nicht mitgeteilt.

Das Kantonsarztamt und die Heimleitung hätten sich nun auf eine «situationsgerechte Bewältigungsstrategie» geeinigt. Schon vor drei Wochen hatten Heimleitung und Heimarzt entschieden, das Pflegeheim komplett zu isolieren.

Der Kanton Bern entwickelt laut der Mitteilung derzeit Strategien, um kantonsweit Lösungen für die voraussichtlich zahlreicher werdenden Corona-Fälle in Alters- und Pflegeheimen zu finden.

Spitäler im Kanton Bern «halb leer:» Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg erklärt im Gespräch, wie sich der Kanton auf eine Coronawelle in den Spitälern vorbereitet.

Nach drei Wochen Fernunterricht beginnen die Frühlingsferien: Wir haben zwei Unterstufen-Lehrerinnen begleitet, die mit dem Velo bei den Kindern vorbeifahren, um Hausaufgaben abzuholen. Sie haben bisher die Erfahrung gemacht, dass sich manche Eltern unter Druck setzen, dass die besondere Zeit aber auch eine Chance sein kann für die Kinder, Anderes zu lernen als sonst in der Schule.

Stadt Bern eröffnet Hotline für Menschen, die reden möchten: Ihre erste Hotline (031 321 63 65) für Menschen aus den Risikogruppen werde bereits gut genutzt, schreibt die Stadtverwaltung. Bei dieser Hotline können sich Leute ohne Internetzugang informieren, welche Unterstützungsangebote es beispielsweise fürs Einkaufen gibt.

Es habe sich jedoch gezeigt, dass es auch ein Angebot brauche, wo Menschen über ihre Sorgen und Nöte sprechen können, heisst es in der Mitteilung. Die Stadt Bern bietet daher ab sofort eine zweite Hotline an. Sie richtet sich vor allem an Menschen, die sich allein fühlen und ein Gespräch wünschen. Die Hotline ist von Montag bis Freitag jeweils nachmittags unter 031 321 69 90 erreichbar, sie wird durch den Gesundheitsdienst der Stadt Bern bedient.

Absage der Thuner Seespiele: Aus heutiger Sicht könne man die Vorgaben zum Schutz der Gesundheit von Gästen und Mitarbeitenden nicht gewährleisten, schreiben die Veranstalter. Zudem sei es derzeit nicht möglich, die nötigen Vorbereitungen für die Aufführungen im Juli und August zu treffen.

Die Aufführung des Musicals «Io senza te» mit Hits von Peter, Sue und Marc wird nun auf den Sommer 2021 verschoben. Bereits gekaufte Tickets bleiben gültig. Die Thuner Seespiele ziehen jeweils um die 80'000 Besucherinnen und Besucher an.

Das Festival «Stars of Sounds» in Aarberg wird vom Juni auf 3.-5. September verschoben (und um einen Tag verlängert). Das gleichnamige Festival in Murten (FR) ist abgesagt.

Donnerstag, 2. April, Kanton eröffnet Corona-Drive-in-Testzentrum: Am Donnerstagmittag eröffnete der Kanton Bern das Drive-in auf dem BEA-Expo-Gelände. Es ist nach Angaben des Kantons das erste Zentrum dieser Art in der Schweiz und funktioniert mit Online-Anmeldung. Personen mit Verdacht auf das Coronavirus können sich im eigenen Fahrzeug schnell testen lassen. Es braucht keine ärztliche Überweisung.

Beim Zeugnis im Zweifelsfall für die Schulkinder: Der Fernunterricht soll sich nicht negativ auf den Bildungsweg der Kinder und Jugendlichen auswirken. Darum hat der Kanton Bern die Beurteilungen auf allen Stufen der Volksschule angepasst. Ins Zeugnis kommen vor allem Leistungen vor dem Beginn des Fernunterrichts. Im Zweifelsfall sollen die Lehrer Milde walten lassen.

Das heisst: In den Beurteilungsbericht werden nur schulische Leistungen einbezogen, die vor der Schulschliessung vom 13. März 2020 erbracht wurden, meldet die Bildungsdirektion. Sobald die Schulen den Präsenzunterricht wieder aufnehmen können, dürfen nur jene Kompetenzen geprüft werden, die vertieft und geübt werden konnten. In der Gesamtbeurteilung sind nur jene Leistungen zu berücksichtigen, die für die Schülerin oder den Schüler eine Verbesserung bringen – im Zweifelsfall zu Gunsten der Schülerinnen und Schüler.

Bei den Maturitäts- und Lehrabschlussprüfungen (LAP) sind noch keine Entscheide gefällt worden. Dies wird auf eidgenössischer Ebene geregelt.

Notlage bei den Kitas: Die Kindertagesstätte müssen weiterhin öffnen, um zum Beispiel die Kinder der Pflegefachleute zu betreuen. Das Problem: Die Fixkosten müssen die Kitas weiterhin bezahlen, obwohl nur noch ein Bruchteil der Kinder betreut wird. Der Kanton Bern hat die Kitas daher angehalten, allen Eltern eine Rechnung zu schicken. Wer seine Kinder nicht betreuen lässt, könne so aus Goodwill trotzdem die Tagesstätte unterstützen.

Mirjam Veglio ist Co-Präsidentin der SP Bern und in Zollikofen für zwei Kindertagesstätten mit 140 Kindern zuständig. Sie sagt, die Eltern würden diese Aufforderung ganz unterschiedlich handhaben: «Eine Familie sagte, sie hätten es sofort bezahlt, um die Kita zu unterstützen. Andere Familien können es sich in der momentanen Situation gar nicht leisten.» Veglio verlangt nun Unterstützung vom Kanton Bern. Bei der zuständigen Direktion heisst es, man arbeite an einer Lösung.

Mittwoch, 1. April, Einige Berner Museen machen virtuelle Führungen: Weil das Publikum nicht ins Museum kann, gehen einige Museen zu den Leuten. Das Museum für Kommunikation zum Beispiel hat via Facebook einen Live-Stream gestartet und die Leute online durch das Museum geführt. Die Idee von Live-Streams während der Coronazeit sei nach dem ersten Schock aufgetaucht, sagt Nico Gurtner vom Museum für Kommunikation in Bern. «Uns wurde klar, dass wir mit dem Publikum in Kontakt bleiben möchten.»

Das Historische Museum Bern hingegen setzt auf Podcasts und erzählt Geschichten in Audioform. In der ersten Folge erzählt ein Historiker des Museums vom «Socialising» zu Zeiten von Louis XIV in Versailles. «Da gab es viele Dates. Der König war eine Art Bachelor des Hofs.»

Take-away-Betriebe dürfen länger offen sein: Ab sofort dürfen Take-aways sieben Tage pro Woche bis jeweils 21 Uhr geöffnet sein. Der Regierungsrat behält sich Änderungen vor, falls sich vor den Betrieben zu viele Menschen ansammeln sollten. Hauslieferungen sind von 5 Uhr morgens bis 00.30 Uhr möglich.

Portal für Freiwillige: Spitäler, Heime, Kliniken und Spitexorganisationen im Kanton Bern benötigen zusätzliche Gesundheitsfachleute, die sie während der Covid-19-Pandemie unterstützen. Der Kanton Bern hat deshalb im Internet ein Meldeportal, Link öffnet in einem neuen Fenster für Einsätze während der Coronakrise eingerichtet. Es soll die Angebote von Freiwilligen koordinieren und verfügbar machen, meldet das Kantonale Führungsorgan.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, diverse Sendungen ab 16.03.2020, 17:30 Uhr; sda/pret;gygm;liec;kocm;vwam;marl;andj;haee

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