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Einlassbeschränkungen und Eigenverantwortung: So wird das Aareschwimmen in diesem Sommer geregelt
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 05.06.2020.
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Corona-Übersicht Kanton BE Gibt es diesen Sommer lange Warteschlangen im Marzili?

  • Ab Samstag sind das Marzili- und das Lorrainbad wieder offen, doch es gelten Einlassbeschränkungen.
  • Die Berner Stadtregierung rechnet für die nächsten Jahre mit Defiziten. Sie prüft, wo man sparen kann.
  • Im Kanton Bern sind derzeit 5 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung im Spital, niemand von ihnen auf einer Intensivstation. 97 Infizierte sind gestorben. (Stand 5.6.2020; der Kanton Bern aktualisiert die Zahlen jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag.)

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Freitag, 5. Juni – Das sind die Regeln in den Berner Badis: Ab dem 6. Juni öffnen das Marzili- und das Lorrainebad. Auch in allen anderen Berner Hallen- und Freibädern darf nicht nur geschwommen, sondern auch wieder geplanscht und «gsünnelet» werden. Wie die Stadtregierung in einer Mitteilung schreibt, werde jedoch für jedes Bad eine maximale Anzahl Gäste festgelegt, die sich gleichzeitig in der Anlage aufhalten dürfen. Das Personenaufkommen wird mit einem Zählsystem an den Eingängen kontrolliert. Wenn die maximale Besucherzahl erreicht ist, werde der Zugang zum Bad vorübergehend geschlossen.

Was bedeutet das konkret im Fall des Marzilibads? Gemäss der Stadtregierung werden aufgrund der Fläche 3000 bis 3500 Personen zugelassen; dabei mit einberechnet sind Personen, die zum Beispiel ab dem Eichholz kommen und die Einlasskontrolle nicht passieren. In den letzten Jahren wurden an Spitzentagen rund 10'000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Das heisst, das Maximum dürfte an schönen Tagen schnell erreicht sein.

Keine Beschränkungen mehr für Vereine: Ab dem 6. Juni fallen auch die meisten Vorgaben für Vereinstrainings weg. Wie die Stadt Bern schreibt, ist Körperkontakt beim Training wieder zugelassen und die Anzahl gleichzeitig trainierender Gruppen sowie die Gruppengrösse sind nicht mehr beschränkt. Die Vereine müssen jedoch nach wie vor ein vereinfachtes Schutzkonzept vorlegen. Contact Tracing, also das Nachverfolgen von Kontakten im Falle einer Ansteckung, sei dabei zwingender Bestandteil des Konzepts, so die Stadtregierung.

Donnerstag, 4. Juni – Steuersenkungen bleiben trotz Corona im Plan: Der Kanton Bern soll nicht auf die für nächstes Jahr geplanten Steuersenkungen verzichten. Der Grosse Rat hat mit 82 zu 73 Stimmen einen Vorstoss von Ursula Marti (SP/Bern) abgelehnt.

Eine Mehrheit von FDP, SVP, EDU und GLP versenkte den Vorstoss auch in der abgeschwächten Form des Postulats. «Jammern auf Vorrat» sei unnötig, sagte SVP-Sprecher Fritz Wyss (Wengi). Man könne die Situation im Herbst bei der Budgetdebatte genauer anschauen. SP, Grüne, EVP und BDP hätten hingegen jetzt schon ein Zeichen setzen wollen.

Sparen in der Stadt Bern: Wegen der Corona-Krise rechnet die Stadt Bern mit einem Steuerertrag, der um 67.6 Millionen Franken tiefer liegt als im Budget 2020. Für das Budget hat 2021 sie ein Defizit von 37.3 Millionen Franken einberechnet und Sparmassnahmen im Umfang von 23.5 Millionen Franken beschlossen. Knapp 30 eingeplante Stellen in der Verwaltung werden nicht oder nicht neu besetzt.

Auch für die Jahre 2022 bis 2024 rechnet der Gemeinderat mit Defiziten, trotz der Sparmassnahmen im kommenden Jahr. Er hat darum eine «strategische Haushaltüberprüfung» in Auftrag gegeben. Sie soll die Stadtfinanzen ab 2022 zusätzlich um 35 Millionen und ab 2023 um 45 Millionen Franken entlasten.

Wo kann die Stadt Bern sparen? «Wir brauchen zuerst eine saubere Auslegeordnung, danach muss man politisch entscheiden», sagt der städtische Finanzdirektor Michael Aebersold. Man müsse die ganze Verwaltung anschauen. «Wir fahren nicht auf Null zurück, aber vielleicht können wir uns nicht mehr ganz alles leisten.» Die rote Linie ist für Aebersold bei den sozial Schwächeren, die jetzt schon schlecht dran sind. «Da werden wir sicher keine Einsparungen machen.»

Schrittweise Lockerungen in den Gefängnissen: In den Strafanstalten kehrt langsam die Normalität zurück, Besuche und Urlaube werden wieder möglich. Gewisse Einschränkungen wegen der Coronakrise hatten allerdings auch positive Kehrseiten für die Betroffenen: Weil sie keinen Besuch bekommen konnten, durften die Insassen telefonieren. «Das durften sie vorher nicht und jene, die ihre Angehörigen im Ausland haben und nie Besuch erhalten, konnten profitieren», sagt die Direktorin des Regionalgefängnisses Bern, Monika Kummer.

Mittwoch, 3. Juni – Lockerung der Schuldenbremse: Die Ausgaben des Kantons Bern zur Bewältigung der Coronakrise werden im Jahr 2020 von der Schuldenbremse ausgenommen. Der Grosse Rat stellte sich am Mittwoch bei der Beratung der Notverordnungen hinter die Regierung.

Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP) erklärte, die Regierung habe es sich nicht leicht gemacht. Die Schuldenbremse werde nicht einfach ausser Kraft gesetzt. Es gehe einzig darum, die Ausgaben zur Bewältigung der Coronakrise nicht einzurechnen.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, diverse Sendungen ab 17.03.2020, 17:30 Uhr;

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