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Ein Walliser Winzer aus Salgesch degustiert die Weine nun online per Live-Stream
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 03.04.2020.
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Corona-Übersicht Kanton VS Unerwartete Spende für das Spital Wallis

  • Kindertagesstätten sollen im Wallis unter gewissen Voraussetzungen auch dann Kinder betreuen, wenn nicht beide Eltern in einer bestimmten Branche arbeiten.
  • Über Ostern sollen im Wallis beliebte Plätze geschlossen werden.
  • In einer ersten Bilanz wird im Wallis die Situation auf den Baustellen als etwas besorgniserregender bezeichnet als diejenige in Industriebetrieben oder im Detailhandel.
  • Im Wallis sind derzeit 142 Personen mit einer Corona-Erkrankung im Spital, davon 26 in Intensivpflege. Bisher wurden insgesamt 1319 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, 51 Infizierte sind gestorben. (Stand 4.4.2020)

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Samstag, 4. April, anonyme Spende für das Spital: Das Spital Wallis hat 100'000 Franken einer anonymen Spenderin, eines anonymen Spenders erhalten. Gemäss Mitteilung hat das Spital nun einen Spezialfonds geschaffen. Die Mittel des Fonds sind als Unterstützung für das Personal gedacht sowie für die Prävention und Forschung in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Freitag, 3. April, mehr Flexibilität bei Kindertagesstätten: Bisher durften nur Kinder betreut werden, wenn beide Eltern in einer bestimmten Branche wie der Pflege oder dem Detailhandel arbeiteten. Nun ruft der Kanton die Kitas und Tageseltern-Netzwerke auf, in weiteren Situationen «Flexibilität und Pragmatismus an den Tag zu legen», und zwar dann, wenn eines der beiden Elternteile zwar nicht zu den prioritär behandelten Berufskreisen gehört, aber dennoch unbedingt arbeiten muss. Allerdings muss die Kinderbetreuungs-Einrichtung zuerst beim Arbeitgeber der Eltern nachfragen, ob diese wirklich zwingend arbeiten müssen.

Walliser Winzer macht Wein-Degustationen im Internet: Die Coronakrise trifft auch die Weinbranche hart. Der Weinverkauf ist eingebrochen, direkter Kontakt mit den Kundinnen und Kunden kaum möglich. Der Walliser Winzer Olivier Mounir hat darum angefangen, Online-Degustationen durchzuführen. Vorgängig schickt er den Interessierten eine Kiste mit Wein nach Hause, welchen er dann via Live-Stream zusammen mit den Interessierten kostet.

Dazu hat er seinen Degustationsraum verkabelt und mit fünf Kameras ausgestattet. Rund 500 Leute aus der ganzen Schweiz hätten bereits Wein bestellt, sagt Olivier Mounir. Weil eine Online-Degustation in dieser Grösse für die Schweiz etwas Neues ist, hätten viele Winzerkollegen nach seinen Erfahrungen gefragt. «Es ist sicher ein Zukunftsmodell, das die Degustationen ergänzen, aber nicht ersetzen kann.»

Donnerstag, 2. April, «Die Coronakrise ist für uns eine Chance, uns zu zeigen»: Ein Walliser Start-Up erhält derzeit viele Anfragen von Schulklassen aus der ganzen Schweiz, die seine Online-Plattform nutzen wollen. Auf der Plattform Hazu kann man Videos oder Texte wie Lego-Steine beliebig miteinander zusammen setzen. Rund 350 Schulklassen aus der ganzen Schweiz haben Interesse gezeigt.

Grill- oder Picknick-Plätze sperren: Die Verhaltensregeln gelten auch an Ostern, unterstreicht der Kanton Wallis. Versammlungen mit mehr als fünf Leuten sind verboten – ein Abstand von zwei Metern ist einzuhalten. Der Kanton hat darum alle Gemeinden aufgerufen, Orte, an denen sich viele Leute treffen könnten, abzusperren. Dazu gehören etwa Grillstellen oder beliebte Picknick-Plätze. Die Polizei werde weiterhin kontrollieren, ob sich alle an die Massnahmen halten würden.

Mittwoch, 1. April, Einhaltung der Vorschriften in Betrieben: Die Suva kontrolliert Baustellen, das Arbeitsinspektorat des Kantons Wallis die anderen Sektoren, insbesondere die Industrie, den Detailhandel und die Take-Away-Gastronomiebetriebe. In einer ersten Bilanz kommt der Kanton zum Schluss, dass die Vorschriften des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) in den Walliser Betrieben im Allgemeinen relativ gut eingehalten werden.

Die Situation auf den Baustellen sei hingegen etwas besorgniserregender, schreibt der Kanton. Die Zwei-Meter-Abstandsregel, die sowohl in Fahrzeugen unterwegs als auch auf den Baustellen selber gilt, sei oft nur schwer einzuhalten.

Bei einem auf die Verarbeitung von Bewehrungsstahl spezialisierten Unternehmen wurde erstmalig ein Aktivitätsverbot ausgesprochen.

Dienstag, 31. März, der Kanton lanciert «PsyCovid19»: Das Spital Wallis und die kantonale Walliser Rettungsorganisation haben unter dem Namen PsyCovid19 ein psychologisches Hilfsangebot bereitgestellt. Es steht der Bevölkerung, den Patientinnen und Patienten und dem Gesundheitspersonal zur Verfügung. Finanziert wird das Angebot durch den Kanton.

Im Oberwallis kann sich die Bevölkerung an die PsyCovid19-Helpline 027 604 39 88 wenden, die von Fachpersonen des Care-Teams PZO betreut wird. Im Unterwallis werden die Angebote für die verschiedenen Zielgruppen vom «Réseau Entraide Valais, Link öffnet in einem neuen Fenster» koordiniert.

Den Töff in der Garage lassen: Die Walliser Kantonspolizei bittet die Bevölkerung, wenn möglich derzeit auf das Töfffahren zu verzichten. So sollen Unfälle und damit Spitalaufenthalte vermieden werden. Die Spitäler versuchen, möglichst viele Betten freizuhalten für den Fall einer Corona-Welle.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, diverse Sendungen ab 16.03.2020 17:30 Uhr; sda/liec;haee;pret;marl;gygm;kocm;

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