CVP Freiburg jetzt doch für bürgerliche Allianz

Die Vereinbarung mit FDP und SVP gilt vorerst für die kantonalen, nicht aber für die nationalen Wahlen. Mit dem Zusammenschluss will die CVP in erster Linie den Sitz der abtretenden Staatsrätin Isabelle Chassot retten.

Porträt von CVP-Mann Jean-Pierre Siggen.

Bildlegende: Mit CVP-Mann Jean-Pierre Siggen will eine bürgerliche Allianz die Mehrheit in der Freiburger Regierung verteidigen. Keystone

Die Delegierten der freiburgischen CVP haben sich am Freitagabend mit 205 zu 35 Stimmen deutlich für eine bürgerliche Allianz bei der Wahl vom 22. September 2013 ausgesprochen. Gesucht wird eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für die abtretende CVP-Staatsrätin Isabelle Chassot.

An ihrer Versammlung in Neyruz FR bestimmten die Delegierten, dass die bürgerliche Allianz nur für die Ersatzwahl vom 22. September und die Staatsratswahlen von 2016 gelten soll. Keine Allianz will die CVP-Basis für die nationalen Wahlen von 2015, wie es von der Parteileitung hiess.

Bürgerliche wollen Sitz und Mehrheit retten - gegen SP-Angriff

Die drei bürgerlichen Parteien erhoffen sich von der Allianz, dank der Unterstützung eines einzigen Kandidaten die bürgerliche Mehrheit im Staatsrat halten zu können. Dieser Kandidat soll Jean-Pierre Siggen sein, der CVP-Fraktionschef im Grossen Rat. Die Linke unterstützt einhellig SP-Nationalrat Jean-François Steiert. Der Freiburger Staatsrat besteht aus drei Vertretern von CVP, einem von der FDP, zwei von der SP und einem von den Grünen.

Die SVP hat am Samstag bereits nachgezogen und grünes Licht für die Allianz geben. Die FDP hätte gerne eine Allianz auch für die Wahlen von 2015 gehabt. In einer vom CVP-Präsidium mit den Freisinnigen und der SVP ausgehandelten Vereinbarung ist das so vorgesehen. Zuerst hiess es, dieses Papier sei nicht verhandelbar, doch kam es nun doch noch vor die CVP-Basis. Die Freiburger Erziehungsdirektorin Isabelle Chassot wird am 1. November Direktorin des Bundesamts für Kultur.