Damenbesuch am Thunersee wird geschätzt

Seit zehn Jahren führen die Thuner Seespiele erfolgreich Musicals auf. Am Dienstagabend feierte «Der Besuch der alten Dame» von Friedrich Dürrenmatt Premiere – kitschiges Gänsehaut-Feeling inklusive.

Darsteller auf der Bühne, dahinter der Thunersee und das Niederhorn.

Bildlegende: Ein grosser Trumpf der Thuner Seespiele: Die Kulisse mit See und Berge. SRF

Schon zum dritten Mal bringen die Thuner Seespiele ein selbst kreiertes und komponiertes Musical auf die Bühne. Die Musicalmacher haben sich nach «Dällebach Kari» und «Gotthelf» einmal mehr heimischen Stoffs bedient: Sie führen die Tragikomödie «Der Besuch der alten Dame» des Schweizer Schriftstellers Friedrich Dürrenmatt als Musical auf.

Die Macher halten sich nahe am Original. Die Geschichte: Eine alte, reiche Dame besucht nach langer Zeit ihr Heimatstädtchen Güllen. Die Kleinstadt darbt vor sich hin, das Geld ist knapp.

Da macht die reiche Frau ein unmoralisches Angebot. Sie bietet den Dorfbewohnern viel Geld an, wenn dafür ihr Ex-Liebhaber verschwindet, sprich umgebracht wird. Die Hatz beginnt, im Städtchen brodelt es.

«Ich hatte mehrmals Gänsehaut»

Die Thuner Musicalmacher haben den über fünfzig Jahre alten Stoff mit viel Kitsch und Pomp angereichert. Die Musik ist mal rockig, mal ruhig; aber stets sehr poppig. Die Geschichte wird meist flott und pfiffig in knapp zwei Stunden erzählt, teils gibt es aber auch Längen.

Die Musicalinterpretation kam beim Premierenpublikum am Dienstagabend gut an. Es gab minutenlangen Applaus und stehende Ovationen.

«Ich hatte mehrmals Gänsehaut», schwärmte eine Besucherin. «Die Musik, das Licht und das Bühnenbild: alles war super!», lobte eine andere Besucherin im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.

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