«Das Feiern auf der Piste gehört dazu»

Rund 1400 Fahrerinnen und Fahrer nahmen am Samstag an der Hexenabfahrt auf der Belalp teil. Eines der grössten Volksrennen der Schweiz, bei welchem nicht die Bestzeit im Vordergrund steht.

Der grösste Teil der Rennfahrer und Rennfahrerinnen wollte gar nicht so schnell ins Ziel kommen, denn neben der Zeit wurde bei diesen Rennen vor allem das Aussehen und das Verhalten auf der Piste gewertet. Königin des Abends wurde nämlich nicht die schnellste, sondern die orginellste Hexe.

Die Hexenabfahrt ist vor allem ein Volksfest. «Manch einer hat sogar ein Fondue-Caquelon im Rucksack», sagt OK-Präsident Sebastian Trauffer.

Und es überrascht nicht, dass auf der Piste nicht nur isotonische Getränke zum Einsatz gelangen. Alkohol bei einem Skirennen? «Das Feiern auf der Piste gehört einfach auch dazu», Rettungschef Michael Nellen.

Hexen auf die Piste schicken

Dieses Hexenrennen wird auf der Belalp seit über 30 Jahren durchgeführt. Es geht auf eine alte Sage zurück, die von einer Hexe erzählt, die ihrem Ehemann untreu wurde und darum verbrannt wurde.

Und damit es nicht wieder zu einer solchen Verbrennung kommt, werden die Hexen jetzt halt auf die Piste geschickt, damit sie lernen, möglichst schnell davon zu rennen, wenn es gefährlich wird.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)