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Knatsch bei der SVP «Das hinterlässt Spuren in der Freiburger SVP»

Die SVP Sense hat drei Mitglieder aus der Partei ausgeschlossen. Darunter den ehemaligen Grossrat Alfons Piller. Das Zentralkomitee der SVP Freiburg muss diesen Ausschluss noch bestätigen.

Porträt
Legende: Die SVP Sense hat den ehemaligen Grossrat Alfons Piller aus der Partei ausgeschlossen. Patrick Mülhauser SRF

Alfons Piller wurde letzten Herbst nicht mehr als Grossratskandidat aufgestellt. Er hatte den Ehrenkodex nicht unterschrieben und den geforderten Straf- und Betriebsregisterauszug nicht vorgelegt. Er hat daraufhin mit anderen auf einer unabhängigen Liste kandidiert. Erfolglos.

Lächerlich ist das.
Autor: Alfons Pillerehemaliger SVP Grossrat

Mit 40 zu 17 Stimmen hat die Mitgliederversammlung der SVP Sense nun ihn und zwei weitere Mitglieder von der Partei ausgeschlossen. Der betroffene ehemalige Grossrat Alfons Piller ist verärgert. «Lächerlich ist das.» Er stehe zu den Werten der SVP. Der Parteileitung wirft er einen diktatorischen Führungsstil vor.

Porträt
Legende: SVP-Grossrat Markus Zosso wehrt sich gegen Vorwurf, diktatorisch zu sein. Patrick Mülhauser/SRF

Grossrat Markus Zosso wehrt sich gegen diesen Vorwurf. «Ich handle stets im Interesse der ganzen Partei.»

Das Zentralkomitee muss den Ausschluss bestätigen. Zwei weitere Mitglieder gaben ihren Austritt bereits vor der Mitgliederversammlung bekannt.

Premiere in der SVP Freiburg

Ein Parteiausschluss von Mitgliedern sei eine heikle Angelegenheit, findet Roland Mesot, Präsident der kantonalen SVP. Diese muss den Beschluss der SVP Sense noch bestätigen. Fairness sei ihm wichtig: «Wir wollen alle respektieren und werden mit den Betroffenen reden.»

Die Sektion Sense müsse ihr Vorgehen offenlegen und erklären, fordert der Kantonalpräsident der SVP Freiburg. Denn ein Parteiausschluss werde innerhalb der Partei Spuren hinterlassen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Morgenthaler (ChM)
    Das ist eben die "Kultur" dieser Partei, wer auch nur ein mü von ihrer Doktrin abweicht wird geschasst. Hat man schon an prominenterer Stelle gesehen.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Schon wieder fanden die Medien einen "SVP-Skandal"! Jedes Husten und jede interne Entscheidung in Sektionen, werden postwendend den Medien zugestellt, um daraus eine Negativ-Schlagzeile (Bericht) zu veröffentlichen! Es gibt in allen Parteien oftmals personelle Differenzen und Ungereimtheiten! Nur, bei der "verhassten" (verdamm....) wählerstärksten Partei, entgeht keinem Redaktor eine solche interne Handlung! Einziger Grund: Die SVP zu schädigen! Wie gut, wenn man in keiner Partei Mitglied ist!
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    1. Antwort von Redaktion Regionaljournal Bern Freiburg Wallis
      Sehr geehrter Herr Bolliger Wir berichten nach journalistischen Kriterien, nicht nach der Frage, um welche Partei es geht. Ein Parteiausschluss von einzelnen Mitglieder ist ein besonderes Ereignis.
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    2. Antwort von Charles Morgenthaler (ChM)
      @ Herr Bolliger: dass ihre Lieblingspartei die wählerstärksts ist haben wir jetzt schon 10'000 fach gehört, das macht sie aber den anderen 70% der Bürger nicht sympathischer. Es bedeutet auch keineswegs, dass man ihre fragwürdigen Methoden nicht kritisieren darf.
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    3. Antwort von Rolf Bolliger (robo)
      Auch wenn Sie, Herr Morgenthaler, die SVP nicht mögen, diese Partei hat halt jetzt mal, im Verhältnis zu allen anderen Gruppierungen, am meisten Wähler(innen)! Wenn Sie meinen Beitrag (23.02.17/08:03 h) sachlich und richtig gelesen hätten, müssten Sie die einseitige "Sonderbehandlung" der wählerstärksten Partei durch die Einheits-Medien, gar nicht auf diesem Niveau verteidigen!
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