Das Matterhorn als Marke

Das Matterhorn ist überall. Zum Beispiel auf Joghurt-Becher aus Kolumbien. Denn das Bild des berühmten Bergs kann nicht geschützt werden. Trotzdem verdient Zermatt an der Marke Matterhorn kräftig mit.

Lampen beleuchten am Matterhorn den Weg der Erstbesteigung im Jahre 1865.

Bildlegende: Lampen beleuchten am Matterhorn den Weg der Erstbesteigung im Jahre 1865. Keystone

Mehrere 10'000 Franken nimmt Zermatt Tourismus jedes Jahr mit sogenannten Lizenzverträgen ein. Im Jubiläumsjahr 2015 ist es deutlich mehr. «Es sind einige 100'000 Franken, weil so viele Firmen mit Zermatt und dem Matterhorn werben wollen wie noch nie», sagt Tourismusdirektor Daniel Luggen.

Das Bild des Berges ist nicht schützbar - wohl aber stilisierte Logos mit dem Berg drauf sowie der Name Matterhorn. Zermatt Tourismus hat den Begriff «Matterhorn» in vielen Kategorien schützen lassen, muss also vor der Verwendung jeweils angefragt und bezahlt werden. Trotzdem kommt es immer wieder zu Missbrauch.

Besonders in China werden der der Name und das Logo massenhaft verwendet. Gegen krasse Fälle ging Zermatt Tourismus vor: Etwa, als der Name auf Kondome gedruckt oder für Zigarettenwerbung genutzt wurde. Der Tourismusverein betreibt ein umfassendes Monitoring, um dagegen vorgehen zu können. Markenanwälte vertreten die Interessen der Zermatter. Zu einem Prozess kam es allerdings noch nie.