Das Menuhin-Festival setzt auf Ironie in der Musik

Das Gstaader Festival will mit seinem Programm in diesem Jahr aufzeigen, «wie unterhaltend, aber ironisch intelligent Klassik sein kann». Und so Türen öffnen für einen unverkrampften Zugang zur Welt der klassischen Musik.

Porträt von Christoph Müller

Bildlegende: Christoph Müller, Intendant des Gstaader Menuhin-Festivals Peter Brandenberger/SRF

«Humor und Ironie haben ihren festen Platz in der klassischen Musik», weiss der Intendant des Gstaad Menuhin-Festivals, Christoph Müller. Und doch «hat man leider oft das Gefühl, dass die Welt der Klassik zu ernst und zu steif daherkommt».

Deshalb wolle das Festival (vom 16. Juli bis 5. September) heuer zeigen, wie unterhaltend, aber ironisch intelligent Klassik sein könne «und auch gehört werden soll». Man wolle aber die Expressivität und Bedeutung nie verharmlosen, die Musik nicht zum Klamauk werden lassen.

Das Festival präsentiert in den Kirchen des Saanenlands und des Pays d'Enhaut über 60 Konzerte vieler bekannter Namen wie zum Beispiel Jean-Yves Thibaudet, Jonas Kaufmann, Erwin Schrott und Regula Mühlemann, Sol Gabetta oder die Canadian Brass.

Intendant Müller hat mit Erstaunen festgestellt, wie vielfältig und gleichzeitig brachliegend das Thema ist. Er habe viele Anregungen erhalten, was man noch machen könnte.

Er ist überzeugt, dass auch das Publikum dankbar sei, mit dem Motto «Ironie & Musique» einen roten Faden zu erhalten, an dem es sich orientieren könne.

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