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Bern Freiburg Wallis Das neue Bieler Stadtparlament polarisiert künftig wohl mehr

Der bisherige fünfköpfige Gemeinderat der Stadt Biel mit Stadtpräsident Erich Fehr (SP) regiert weitere vier Jahr. Damit ändert auch nichts an der rot-grünen Mehrheit. Aber im Stadtrat könnte es härter werden. Denn das neue Stadtparlament polarisiert deutlich stärker. Die Mitte bricht weg.

Der Bieler Stadtrat an einer Parlamentssitzung.
Legende: Der Bieler Stadtrat. In den nächsten vier Jahren werden die politischen Pole stärker, die Mitte hat eingebüsst. Christian Strübin/SRF

Die SVP setzt ihr Wachstum seit den Wahlen 2004 mit einem Gewinn von zwei Sitzen fort. In der nächsten Legislatur sitzen neu elf SVP-Stadtratsmitglieder im Parlament und machen damit die SVP zur grössten Stadtratspartei. Aber sie kann nicht verhindern, dass der bürgerliche Block vor allem in der Mitte bröckelt.

Da sind nach den Wahlen von Ende September sieben Sitze weggefallen, vier davon alleine von der bürgerlichen Liste mit BVP, CVP und BDP, zwei von den Grünliberalen und einer von den Welschfreisinnigen. Damit ist der Rechtsrutsch von 2012 praktisch rückgängig gemacht. Auffallend ist dazu, dass die «klassischen» Parteien SP, FDP, EVP und EDU stagnieren.

Kleine Linksparteien profitieren

Die Grünen, die Passerelle, die neu angetretene Partei der Arbeit PdA und die Juso haben fünf Mandate auf ihre Seite gezogen. Sie sind, zusammen mit der SVP, klar die Wahlgewinner der Bieler Stadtratswahlen.

Der Linksrutsch, die abermals erstarkte SVP und die herben Verluste in der politischen Mitte deuten darauf hin, dass die Bieler Politik in den nächsten vier Jahren deutlich polarisierter und härter ausgetragen wird.

Könnte für den Gemeinderat anstrengend werden, der in diesem Gremium Mehrheiten finden muss.

Die Sitzgewinne und -Verluste im Bieler Stadtrat

Partei
Sitze
+/-
SVP11+2
SP17+/-0
Grüne8+1
FDP10-1
GLP4-2
Bürgerliche Liste (BVP, CVP, BDP): 2-4
EVP2+/-0
EDU1+/-0
JUSO2+2
Passerelle2+1
PDA1+1

6 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Dass auf der linksextremen Seite 3 "neue" Sitze gewonnen wurde (JUSO und PDA) konnte erwartet werden: Wer so viele Migranten einbürgert, als lukratives Sozialhilfe-Pflaster bekannt ist und immer mehr Arbeitslose beim RAV ein und aus gehen, darf (oder muss) mit diesem Wahlpotential auf der extrem linken Seite rechnen! Fazit: In der Bieler-Politik wird sich für die nächsten 4 Jahre gar nichts ändern: Rot/grün wird das (noch) vorhandene Geld weiterhin ungeniert verteilen!
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    1. Antwort von Adrian Flükiger (Ädu)
      @Bolliger: Cool bleiben, Sie leben ja im beschaulichen Lyss -:). Dass die Städte andere Sorgen haben, auch jene die Sie beschreiben, gilt sicher gerade auch für Biel und sind dort auch sichtbar. Aber, deswegen sind halt auch die politischen Mehrheitsverhältnisse anders, weil das halt dann nicht die heile "Postkartenwelt Schweiz" ist. Diese gibt es sowieso nur als Hirngespinst und deshalb lebe ich auch nicht in der Beschaulichkeit, welche ich Ihnen aber gönne...
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Dass in der Multikulti-Metropole, mit dem schweizweit höchsten Sozialhilfe-Anteil in der Stadtbevölkerung, die SVP als Wahlsiegerin (und nun als grösste Fraktion im Stadtparlament ist) hervorgeht, ist gut nachvollziehbar! Langsam taget es bei den Bieler(innen), dass diese linke Mehrheit im Gemeinderat, mehr Gegenwind spüren muss!
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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Wenn es stimmt, dass die Hälfte des Steuersubstrat für Sozialprobleme aufgezerrt wird dann führt die Heilung nur über die Spiegelung der Gegensätze.
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