Das Obergoms prüft die Fusion der ganzen Talschaft

Die Gemeinden des Obergoms von Niederwald aufwärts wollen sich möglicherweise zu einer Gemeinde zusammenschliessen.

Im Obergoms soll aus sechs Gemeinden eine einzige werden. Das zumindest ist die Absicht und der Wunsch der Gemeinderäte aller Gemeinden der Talschaft. Darum haben sie jetzt einen Fusionsbericht in Auftrag gegeben. Er soll die Vorteile und die Nachteile einer solchen Fusion aufzeigen und die Grundlage bieten für eine Volksabstimmung. Noch in dieser Amtsperiode – also noch vor 2016 – soll über einen Zusammenschluss abgestimmt werden.

«Wir sind einfach zu klein»

Die Gemeinden des Obergoms seien schlicht und einfach noch zu klein, meint Beat Mutter, Präsident der Gemeinde Grafschaft: «Kaum eine Gemeinde hat mehr als zwei- bis dreihundertundert Einwohner. Das ist einfach zu wenig, um etwas aufbauen zu können. Die jungen Leute ziehen weg und wir haben zu wenig Leute, um Betriebe ansiedeln zu können. Wenn man zu klein ist, ist man niemand.»

Die Gemeinden im Obergoms haben die meisten schon eine Fusion hinter sich. Vor rund 10 Jahren gab es hier noch 12 Gemeinden, die sich dann zu sechs zusammenschlossen. Mit diesen Minifusionen habe man sozusagen das Eis gebrochen, sagt Norbert Carlen, Präsident von Reckingen-Gluringen: «Natürlich gibt es immer noch Leute, die nicht einverstanden sind. Aber die meisten Dorfbewohner haben eingesehen, dass das sinnvoll war und dass jetzt ein weiterer Schritt sinnvoll ist.»

Falls die Fusion zustande kommt, entsteht im Obergoms eine Gemeinde mit rund 2000 Einwohnern.