Das preisgekrönte Museumsdepot für Postautos

Das Museum für Kommunikation bewahrt in Schwarzenburg 75 historische Post-Fahrzeuge auf. In einem speziellen Holzbau. An einem geschichtsträchtigen Ort.

Dort, wo von 1939 bis 1998 Schweizer Radio International sendete, vom Kurzwellensender Schwarzenburg aus, steht heute das Museumsdepot für 75 historische Postfahrzeuge. Auf einer Fläche von 50 mal 40 Metern baute der Berner Architekt Patrick Thurston für das Museum für Kommunikation eine Halle für die dauerhafte Konservierung der Postautos, Sendewagen, Pöstlerfahrzeuge oder Kutschen.

Von weitem sieht das Gebäude aus wie eine moderne Scheune. Viel Holz, viel dunkles Blech, breit. Die Halle habe eine Schutzfunktion, sagt Architekt Thurston gegenüber dem Regionaljournal von Radio SRF. Gerade hier auf dieser Hochebene sei das Klima hart - wegen des starken Regens, des Windes und der sengenden Sonne im Sommer. So habe er auch bei den alten hölzernen Bauernhäusern im Schwarzenburgerland abgeschaut. Die würden ihr Heu auch schützen, trocken halten, bewahren.

Ökologischer Pionierbau

Für die Bauweise der Halle hat Architekt Patrick Thurston den Schweizer «Prix Lignum» gewonnen. Eine Auszeichung für innovatives Bauen mit Holz. Vergeben von der Bau- und Holzbranche.

Im Innern dieses Depots stehen Zeugen der Schweizer Verkehrsgeschichte. Viel gelber Fahrzeuglack, Chrom und Markennamen wie «Berna», welche längst Geschichte sind. «Diese historischen Fahrzeuge kann man hier nicht besichtigen», sagt Karl Kronig vom Museum für Kommunikation in Bern. Es sei ein Aufbewahrungsort. Ein Archiv. Damit kommende Generationen diese Zeitzeugen in bestem Zustand überliefert bekämen.

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