Das Suisse Open Gstaad hat seinen Platz gefunden

Das Tennisturnier im Berner Oberland funktioniert auch ohne die grossen Stars. Dank einem treuen Stammpublikum, welches die gute Atmosphäre und die Nähe zu den Spielern schätzt.

Yann Marti beim Aufschlag, dahinter eine halbleere Tribüne.

Bildlegende: Yann Marti: Der 26-jährige Walliser (ATP 212) ist heuer der bestplatzierte Schweizer im Berner Oberland. Keystone

Kein Roger Federer und kein Stan Wawrinka, dafür Thomaz Bellucci, Fernando Verdasco oder Michail Juschni: Den Zuschauern wird auch ohne die grossen Stars Top-Tennis geboten.«Die geben sich meistens sogar noch mehr Mühe als die Stars», sagt eine Zuschauerin. Eine andere schwärmt: «Ich bin fasziniert, wie die mit dieser Geschwindigkeit exakt an die Linie spielen können.»

Die Organisatoren können auf ihr Stammpublikum zählen, welches jedes Jahr in Gstaad ist - und das kleine, aber feine Turnier schätzt. «Die Atmosphäre ist super, man ist Nahe an den Spielern, die Stimmung ist gut», meint ein Besucher.

«Die Spieler, die noch Lust haben»

Bis 2019 hat Gstaad einen gesicherten Platz im ATP-Turnierkalender. Dennoch strebt Turnierdirektor Jean-François Collet mittelfristige Verbesserungen an: «Wir möchten die Infrastruktur verbessern. Die Gemeinde Saanen hat bereits ihre Unterstützung zugesichert.» Vor allem in den Garderoben und auf der Holztribüne des Center Courts sind Anpassungen geplant.

Gstaad habe seinen Platz in der Tenniswelt gefunden, meint auch SRF-Sportredaktor Bernhard Schär: «Mehr ist in Gstaad kaum möglich.» Das Problem sei, dass sich die Topspieler jetzt bereits auf die Hartplatzsaison vorbereiteten, da habe ein Turnier auf Sand keinen Platz. «Das Turnier in Gstaad findet statt für die Spieler, die noch Lust haben auf Sandplatz-Tennis.»