Zum Inhalt springen

Bernisches Kantonsparlament Das Volk soll bei Lehrplänen nicht mitbestimmen

Das Kantonsparlament lehnt eine Intitiative ab, die dies verlangt. Mit 122 zu 19 Stimmen fiel der Entscheid deutlich.

Schüler sitzen im Kreis.
Legende: Sollen Berner Schüler künftig nach dem Lehrplan 21 unterrichtet werden - oder doch nicht? Keystone

Der bernische Grosse Rat hat sich gegen die Initiative ausgesprochen, die künftig Lehrpläne vors Volk bringen will. Der Tenor quer durch alle Fraktionen lautete, der Grosse Rat sei der falsche Ort, um über Lehrplaninhalte zu diskutieren.

Befürworter aus der EDU und der SVP

Vor allem aus der SVP-Fraktion kamen die Ja-Stimmen, doch war die Mehrheit dieser Fraktion gegen die Initiative. Die Initiative, die gemäss Regierungsangaben frühestens im März des kommenden Jahres vors Volk kommt, wurde im vergangenen August mit fast 19'000 Unterschriften eingereicht.

Nicht direkt gegen Lehrplan 21

Die Initiative verlangt nicht direkt, dass der Lehrplan 21 dem Bernervolk vorgelegt wird. Vielmehr streben die Urheber an, die Zuständigkeit für den Erlass der Lehrpläne zu ändern. Künftig sollen Lehrpläne nicht mehr alleine durch den Regierungsrat erlassen, sondern zusätzlich vom Grossen Rat genehmigt werden.

Der Berner Regierungsrat sprach sich ebenfalls gegen sie aus. Ob die Initiative für gültig erklärt werden kann, liess er durch ein Rechtsgutachten abklären.

Frühestens 2020 zweite Abstimmung

Falls das Bernervolk die Initiative im kommenden Jahr annehmen sollte, würde der Lehrplan 21 dem Grossen Rat zur Genehmigung unterbreitet. Sagt dieser Ja zum Lehrplan 21 und wird gegen diesen Beschluss das Referendum ergriffen, fände eine Abstimmung gemäss Regierungsangaben frühestens 2020 statt.

2 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Die Lehrpläne, was und wie die Kinder in der Schule erfahren und lernen müssen, ist eben schon eine gesellschaftspolitisch relevante und wichtige Angelegenheit! Immer mehr "antischweizerische" oder rein umweltrelevante Schulstunden, statt die Grundfächer vermehrt und gut in den Lektionen zu vermitteln, ist für ein rohstoffloses Land langfristig verheerend! (Der Lehrplan "21" läuft genau in diese Richtung!). Die Politik (das Volk an der Urne) sollte hier mit reden dürfen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
      Haben Sie sich mal einen Stundenplann angeschaut? Was ist daran antischweizerisch? Die Kinder werden voll auf Leistung getrimmt. Gnadenlos! So schweizerisch wie es die neoliberale Haltung in der Schweiz verlangt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen