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Demonstration in Bern Lautstarkes Zeichen gegen Sparpläne der Regierung

Demonstrationszug von oben
Legende: Der Demonstrationszug zog durch die Altstadt bis vor das Berner Rathaus. Christian Liechti/SRF
  • Rund 1000 Personen haben am Mittwochabend gegen die Sparpläne der Bernischen Regierung protestiert.
  • Sie damit ein Zeichen setzen vor der Grossratsdebatte über das sogenannte Entlastungspaket 2018.
  • Die Kundgebung verlief friedlich.

Die Demonstrierenden stören sich daran, dass das Entlastungspaket auch die von der Regierung geplante Senkung der Firmen-Gewinnsteuer im Kanton ermöglichen soll. Das gehe auf Kosten von Gesundheitswesen, Bildung und Leistungen im Behindertenbereich, stand auf Flugblättern.

Buh-Rufe vor dem Rathaus

Weil die Spardebatte des Grossen Rats bevorsteht, führte der Marsch der Demonstrierenden vom Waisenhausplatz zum Rathaus. Dort ging gerade eine Abendsitzung des bernischen Grossen Rats zu Ende. Als Grossratsmitglieder das Rathaus verliessen, wurden sie mit viel Lärm aus Trillerpfeifen und teilweise mit Buh-Rufen empfangen. Die Polizei sicherte mit Absperrgittern und mit einem Kordon das Gebäude.

Organisiert wurde die Kundgebung nach Angaben der Organisatoren von Einzelpersonen, welche von den geplanten Kürzungen des Kantons Bern betroffen sind. Sie hatten sich im «Kollektiv Sozialen Kahlschlag stoppen» zusammengeschlossen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Ich finde es richtig, dass dagegen protestiert wird, dass das Entlastungspaket auch die von der Regierung geplante Senkung der Firmen-Gewinnsteuer im Kanton ermöglichen soll. Das gehe auf Kosten von Gesundheitswesen, Bildung und Leistungen im Behindertenbereich, stand auf Flugblättern. Stossend ist im Speziellen, dass Behinderte für diese Spargelüste herhalten sollen. Es ist genug Geld im Kanton vorhanden. Nur muss es richtig verteilt werden.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Chaotisch und völlig unsachlich, riefen und buhlten die "Demonstranten" gegen die Grossräte(innen) mit dem linken Lieblingswort "sozialer Kahlschlag"! Ein Kahlschlag kann man eine Waldrodung nennen, bei der einfach alle Bäume beseitigt werden! Im Bernischen Sozialwesen wird nur punktuell versucht, die aus dem Ruder laufenden Sozialausgaben wieder realitätsnah zu gestalten, mehr nicht! Kein anderer Ausgabenposten verschlingt in allen Kantonen immer mehr Steuergelder, als die "soziale Wohlfahrt"!
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    1. Antwort von Silja Haldemann (S. Haldemann)
      Die Zahlen von "sozialer Wohlfahrt" (verdammt schlechter Begriff, "wohl" ist es einem da nicht und in Fahrt kommt man erst recht nicht) müssen Sie auseinander nehmen: Von den Ausgaben für Sozialversicherungen gingen im Jahr 2014 33,5% in die BV, 26,7% in die AHV und 17,1% in die KVG. Sie sehen, das Geld (rund 70%) kommt älteren Menschen zugute. Die Zahlen der Sozialhilfe steigen parallel zum Bruttoinlandprodukt und sind somit keinesfalls alarmierend oder aus dem Ruder laufend.
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