Der Autoverlad Lötschberg beschert der BLS weiterhin rote Zahlen

Ein kostendeckender Betrieb ist laut der BLS frühestens 2015 möglich. Allein im vergangenen Jahr fuhr die Sparte einen Verlust von 1,6 Millionen Franken ein. Rund drei Prozent weniger Fahrzeuge wurden durch den Lötschberg transportiert.

Zug mit nur einem Auto drin.

Bildlegende: Schlechte Auslastung: Der Autoverlad ist weiterhin in den roten Zahlen. Keystone

Hauptgrund dafür ist laut BLS der Rückgang der Logiernächte im Kanton Wallis. Denn drei von vier Autoverlad-Kunden sind Wallis-Touristen. «Wenn der Tourismus im Wallis Schnupfen hat, dann hat unser Autoverlad Grippe», sagte Urs Hochuli, Leiter Autoverlad, am Mittwoch vor den Medien in Goppenstein.

Die BLS bemühen sich nach eigenen Angaben weiterhin, den Autoverlad zurück in die schwarzen Zahlen zu bringen. Bei den Tarifen sind dem Unternehmen allerdings die Hände gebunden, da gemäss Vereinbarung mit dem Preisüberwacher bis Ende 2014 keine Erhöhung möglich ist. Deshalb will die BLS das Online-Marketing und das Angebot zwischen Kandersteg und Iselle ausbauen.

Zudem soll die Auslastung der Züge weiter verbessert werden. Mit dem Bundesamt für Verkehr will die BLS über eine Senkung der Trassenpreise verhandeln.