Der Berner Wald soll effizienter genutzt werden

Der Kanton Bern will die Bewirtschaftung der Wälder verbessern. Dazu haben sich das Amt für Wald und der Verband der Berner Waldbesitzer auf eine Strategie geeinigt, die auf mehr Innovation und Zusammenarbeit setzt.

Mitten im Wald.

Bildlegende: Die kantonale Strategie will die Waldnutzung wirtschaftlicher machen. Keystone

Dass die Waldbewirtschaftung eine Schwachstelle sei, habe schon der Nachhaltigkeitsbericht 2013 zum Zustand des Berner Waldes aufgezeigt, teilte die kantonale Volkswirtschaftsdirektion am Freitag mit. Die Erlöse seien tief, die Strukturen komplex, die Kosten hoch.

Dabei sei Holz ein gefragter Rohstoff. Der Holzbau erlebe momentan einen Boom. Wenn der Wald aber nicht nachhaltig bewirtschaftet werde, gerate die inländische Holzverarbeitungskette in Schwierigkeiten. Gestützt auf die Ergebnisse des Berichts starteten das Amt für Wald des Kantons Bern und der Verband der Berner Waldbesitzer (BWB) im Januar 2014 das Projekt «Nachhaltige Waldwirtschaft BE». Daraus entstand ein Programm, das verschiedene Elemente enthält.

Spielraum für innovative Projekte

Unter anderem unterzeichnen das Amt für Wald und die Berner Waldbesitzer eine gemeinsame Entwicklungsstrategie, welche die unterschiedlichen Rollen definiert. Demnach kümmert sich der Staat um Aufgaben wie Aufsicht, Rahmenbedingungen, Beratung, öffentliche Leistungen. Die Waldbewirtschaftung hingegen ist Aufgabe der Waldbesitzer.

Das Amt für Wald bietet zudem für die Akteure der Waldwirtschaft Weiterbildungen an. Es begleitet und fördert die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer bei der Entwicklung von Strategien, Prozessen und Strukturen.

Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher forderte die Waldbesitzer unter anderem auf, den Spielraum für innovative Projekte zu nützen. Umgesetzt soll das Programm ab 2016 werden, wenn die Verhandlungen des Amts für Wald mit dem Bund bezüglich des Förderprogramms Waldwirtschaft abgeschlossen sind.