Der Doyen der Berner Statthalter geht in den Ruhestand

Nach 26 Jahren geht im östlichen Berner Oberland eine Ära zu Ende. Auf Ende 2013 geht Regierungsstatthalter Walter Dietrich in den Ruhestand. Er hat nicht nur Unwetterkatastrophen bewältigt – sondern auch die beiden früheren Ämter Interlaken und Oberhasli vereint.

Porträt vom abtretenden Regierungsstatthalter Walter Dietrich.

Bildlegende: Etwas «aufgewühlt» blickt Walter Dietrich auf seine Amtszeit als Regierungsstatthalter zurück. SRF

Das wohl verrückteste Jahr in der Amtszeit von Walter Dietrich war 1999: Lawinenwinter, Jahrhunderthochwasser und des Unglück am Saxetbach, das 21 Opfer forderte.

Unvergesslich auch das Unwetterjahr 2005 mit den gewaltigen Schäden in Brienz. «Das waren zweifellos prägende Jahre», sagt der abtretende Regierungsstatthalter Walter Dietrich gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Aber das mache den Statthalter ja nicht aus, sagt Walter Dietrich im Rückblick. «Ich habe auch sehr gerne Bewilligungen erteilt und entschieden.»

Die Klammer übers östliche Berner Oberland

Was Walter Dietrich von den seinen Amtskollegen unterscheidet, ist die Tatsache, dass er nach der Bezirksreform die beiden früheren Ämter Interlaken und Oberhasli einte und unter einem Dach vereinte. Statthalter Dietrich war damit so etwas wie eine Klammer über das ganze östliche Berner Oberland. «Da bin ich ein bisschen stolz darauf. Mein Motto ist es, zu reden, zuzuhören, zu entscheiden und dann zum Entscheid zu stehen», sagt er. «Immerhin ist das Gebiet Interlaken-Oberhasli flächenmässig grösser als 16 Kantone. Und dass die Oberhasler mit Obwalden guten Kontakt haben, ist auch klar. Sarnen ist näher als Bern», sagt Walter Dietrich.