Der Flugplatz Sitten muss nun auf die zivile Fliegerei setzen

Nach dem Nein zum Gripen-Kauf zieht sich die Schweizer Armee definitiv aus Sitten zurück. Der Flugplatz will nun den zivilen Flugverkehr ausbauen.

Flugzeug auf dem Flugplatz Sitten.

Bildlegende: Der Flugplatz Sitten muss nun auf die zivile Fliegerei setzen. Keystone

Nachdem Bundesrat Ueli Maurer gegenüber einer Walliser Delegation erklärte, dass der Armeeflugplatz Sitten definitiv geschlossen werde, erklärte Bernard Karrer, Direktor des Flugplatzes, dass es klares Ziel sei, den zivilen Flugverkehr in Sitten aufrecht zu erhalten.

Bernard Karrer: «Natürlich müssen Kanton und Stadt Sitten jetzt über die Bücher und über die Situation sprechen, aber es bleibt klares Ziel, den zivilen Flugverkehr aufrecht zu erhalten und wenn es geht auch auszubauen.» Der Unterhalt der Pisten und Anlagen, den bisher die Armee finanzierte, werde sicher eine zusätzliche Belastung bringen. Die Armee bezifferte diesen Aufwand mit jährlich rund 10 Millionen Franken.

Der Flugplatz ohne Armee brauche aber sicher nicht den gleichen Unterhalt, sagt Bernard Karrer. «Diese Kosten werden sicher tiefer sein. Aber trotzdem werden da die Partner Kanton und Stadt sicher helfen müssen.» Für eine bessere Zukunft sorgen soll das GPS-Anflugsystem, mit dem auch grössere Maschinen im Blindanflug in Sitten landen und starten können.