Der Freiburger Wald ist gesund, aber unrentabel

Der Kanton Freiburg hat erstmals eine Studie zum Zustand des Waldes im Kanton durchgeführt. Die Ergebnisse sind im Bereich auf die nachhaltige Bewirtschaftung zufriedenstellend, auf der wirtschaftlichen Ebene jedoch besorgniserregend.

Die besten Ergebnisse erzielte der Wald im Bereich Gesundheit und Vitalität. Sie widerspiegeln die Bemühungen des Forstdienstes, die Widerstandsfähigkeit der Wälder gegenüber Krankheiten, Schädlingsbefall und unvorhersehbaren klimatischen Ereignissen zu verbessern, schreibt der Kanton.

«  Ohne Hilfe wäre der Wald für die meisten Waldbesitzer defizitär. »

Robert Jenni
Amt für Wald, Wild und Fischerei FR

Damit der gute Zustand des Waldes auch in Zukunft erhalten bleibt, braucht es Investitionen, erklärt Robert Jenni, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Amt für Wald, Wild und Fischerei vom Kanton Freiburg. Geld, das vielen Waldbesitzern jedoch fehlt: «Der Holzpreis ist heute viel tiefer als früher und deckt zum Teil nicht einmal mehr die Ernte», sagt Jenni.

Gelbe, grüne, braune und rötliche Tannenspitzen.

Bildlegende: Der Wald im Kanton Freiburg ist gesund und vital. Keystone

Es sei deshalb wichtig, dass die Waldbesitzer finanziell unterstützt werden. Der Kanton empfiehlt den Waldbesitzern darum, nebst den Einnahmen aus dem Holzverkauf und den Subventionen alternative Finanzierungsquellen zu suchen. 40 Prozent der Freiburger Waldbesitzer sind privat, der Rest gehört den verschiedenen Gemeinden.