Der Kanton Bern braucht einen neuen Jagdinspektor

Peter Juesy, seit 23 Jahren Jagdinspektor im Kanton Bern, will nächstes Jahr frühzeitig in Pension. Und auch sein Stellvertreter, Manuel Wyss, ist nur noch bis Ende April da. Ein ungünstiger Zeitpunkt, viele heikle Geschäfte warten.

Andreas Rickenbacher und Peter Juesy sitzen nebeneinander.

Bildlegende: Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher (links) muss einen neuen Jagdinspektor anstellen. Peter Juesy hört auf. Keystone

Die Revision der kantonalen Jagdverordnung, die Themen Luchs und Wolf, die umstrittene Vergiftung von Krähen oder die Probleme mit den Reh-Halsbändern - das sind nur einige der heiklen Themen, denen sich das Jagdinspektorat in den letzten Jahren widmen musste.

Sicher seien die Anforderungen an die Mitarbeiter hoch, sagt Urs Zaugg. Aber der Leiter des bernischen Amts für Landwirtschaft und Natur bestreitet, dass das der Grund für die Kündigungen von Peter Juesy und Manuel Wyss ist. «Manuel Wyss ist ein junger Kadermann, der eine neue Herausforderung gesucht hat, Peter Juesy will sich frühzeitig pensionieren lassen. Dass die beiden Kündigungen zeitlich so nahe beieinander liegen, ist Zufall.»

Die Zeit drängt

Jagdinspektor Peter Juesy ist im Moment wegen eines Skiunfalls krank geschrieben. Sobald er wieder im Amt sei, werde die Suche nach einem neuen Stellvertreter gestartet, sagt Urs Zaugg. Und später soll auch die Stelle für einen künftigen Jagdinspektor - oder auch eine Jagdinspektorin ausgeschrieben werden.

Die Nachfolgeregelung des erfahrenen Peter Juesy muss bald an die Hand genommen werden, da viele heikle Geschäfte warten - wie die Revision der Jagdverordnung. Dort ist die Verlängerung der Rehjagd eines der umstrittenen Themen.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 6:32 Uhr)