Der Schatztaucher vom Aarestrand

Reto Ballinari taucht am Aareufer beim Marzili gerne nach verlorenen Schätzen. Sei es Münzen oder Bankkärtchen, Schlüssel, Uhren oder Schmuck. Alles was glänzt - und vieles mehr - bringt der Hobbytaucher ans Trockene.

Reto Ballinari ist ein Geniesser. Er hat aus seiner Leidenschaft, dem Aarebad, ein ausgefallenes Hobby gemacht. Seit Jahrzehnten schlüpft der Pensionär mit Lust und Leidenschaft in die Flossen und stülpt Taucherbrille und Schnorchel über. Am Ufer der Aare - mit Vorliebe beim Marzili - gründelt der Schatztaucher zwischen den grossen Steinen, entlang der Treppchen und Einstiege - dort, wo er verlorene Gegenstände vermutet.

Eheringe und Silberkettchen, Auto-Schlüssel, Münzen oder Bankkarten gehören zu den häufigsten Fundgegenständen von Reto Ballinari. Aber auch Ausgefallenes wie eine Pistole oder leere Geldkassetten hat er schon geborgen.

Bei Dingen, die leicht zurückzuverfolgen sind, versucht Ballinari, den Besitzer ausfindig zu machen. Und neuerdings lässt er das Fundbüro wissen, wenn er Wertvolles gefunden hat. Die Münzen wechselt der Taucher einmal im Jahr in frische Geldscheine.

Für ihn sei dieses Hobby nicht lukrativ, sagte Ballinari bei einem Tauchgang diesen Sommer - als das Wetter besser war als gegengwärtig - gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. «Das Tauchen ist für mich wie Meditation. Ich kann randvoll sein mit Sorgen - beim Tauchgang spült es alles weg», sagt er.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)