Der Schütze von Daillon war betrunken

Der Mann, der vor rund einem Jahr in Daillon im Wallis drei Frauen erschossen hat, hatte zur Tatzeit 1,75 Promille Alkohol im Blut. Dies geht aus dem ersten Zwischenbericht der Walliser Staatsanwaltschaft hervor. Sie will den mutmasslichen Täter des Mordes anklagen.

Polizei am Tatort in Daillon im Januar 2013.

Bildlegende: Polizei am Tatort in Daillon im Januar 2013. Keystone

In ihrem Zwischenbericht teilt die Walliser Staatsanwaltschaft weiter mit, dass der mutmassliche Täter seit Jahren unter psychischen Problemen leide. Er habe zudem sehr zurückgezogen von einer IV-Rente gelebt und sei von einem Vormund betreut worden.

Gegen ihn laufe jetzt eine Untersuchung wegen Mordes, vorsätzlicher Tötung, Gefährdung des Lebens anderer und schwerer Körperverletzung. Über 30 Personen seien inzwischen zum Tathergang befragt worden. Der tatverdächtige Mann selber sei psychiatrisch untersucht worden. Die Untersuchungen laufen weiter.

Der Mann hatte am 2. Januar 2013 in Daillon teils gezielt auf mehrere Personen geschossen und dabei drei Frauen getötet und zwei Männer verletzt. In seinem Haus fand die Polizei mehr als ein Dutzend Schusswaffen und mehrere Messer und Dolche.

Bereits vor sieben Jahren hat die Polizei ihm als Vorsichtsmassnahme ein Waffenlager abgenommen. Trotzdem konnte sich der Mann in nur wenigen Jahren ein weiteres Waffenlager legal zulegen. Die Waffen seien nicht als gestohlen gemeldet gewesen.