«Der Trend zu weiteren Gemeindefusionen wird anhalten»

Der Kanton Bern geht mit 362 Gemeinden ins neue Jahr. Und es würden durch Fusionen weitere verschwinden, ist Rolf Widmer vom Amt für Gemeinden und Raumordnung überzeugt. Es sei wichtig, dass sich Gemeinden frühzeitig fragen, ob sie fit für die Zukunft sind.

Mit dem letzten Tag des laufenden Jahres verschwinden im Kanton Bern 25 Gemeinden. Neu entstehen acht grössere Gemeinden. Diese Abnahme sei Schweizer Rekord, sagt Rolf Widmer, Vorsteher der Abteilung Gemeinden im Amt für Gemeinden und Raumordnung. Und der Trend zu weiteren Fusionen werde anhalten, ist er überzeugt.

Der Hauptgrund für eine Fusion liegt laut Rolf Widmer bei fehlenden Behördenmitgliedern. Die Aufgaben, die die Gemeinden erfüllen müssen, würden immer komplexer und umfangreicher. Zudem stünden die Behördenvertreter zum Teil auch im Kreuzfeuer der Kritik. «Und das macht solche Ämter nicht sehr attraktiv.»

Wichtig sei es, dass eine Gemeinde möglichst aus der Stärke heraus handle. So könne sie eine attraktive Partnerin für eine Fusion sein. «Die Gemeinde Kienersrüti hat in dieser Beziehung Vieles richtig gemacht», sagt Rolf Widmer.