Der Velo-Konflikt bleibt in Bremgarten ungelöst

Bremgarten versenkt das Projekt «Aareschlaufen». Das durchgehende Velonetz am Aareufer hat einen Dämpfer erlitten. Das Problem sei die Kommunikation gewesen, heisst es aus dem Gemeinderat. Das gilt es in den anderen Projektgemeinden besser zu machen.

Blivck auf die Karte von Bremgarten.

Bildlegende: Das Projekt «Aareschlaufen» fand bei einer knappen Mehrheit in Bremgarten keine Unterstützung. Google Maps

«Ich habe noch nie so viele Menschen an der Gemeindeversammlung gesehen», erzählt der Gemeindepräsident von Bremgarten. Dominique Folletête musste am Montagabend eine knappe Niederlage einstecken, 106 gegen 107 Stimmen. Die Gegner des Veloweges an der Aare hätten viele Leute mobilisiert und Stimmung gemacht.

«Wir hätten besser kommunizieren müssen», analysiert Folletête am Tag danach. Denn schon heute würde auf dem zu schmalen Uferweg Velo gefahren.

Aber genau das habe die Leute gegen das neue Projekt aufgebracht. «Eine neue Verkehrsregelung hätte eine Verbesserung der Situation gebracht», meint der Gemeindepräsident.

Signal an die anderen Projektgemeinden

Das Projekt «Aareschlaufen» ist ein gemeinsames Vorhaben der Gemeinden Bern, Zollikofen, Ittigen, Köniz und eben Bremgarten. Das Projekt hat nun einen ersten Dämpfer erhalten. Die anderen Gemeinden entscheiden erst noch über die Neugestaltung der Aareufer.

«Es ist sicher kein gutes Signal, dass Bremgarten Nein gesagt hat», sagt der zuständige Gemeinderat Werner Meile. Er ist auch Präsident der regionalen Begleitgruppe für die «Aareschlaufen»: «Wir müssen jetzt mit den anderen Gemeinden schauen, wie wir weiter machen.»

Allen voran Zollikofen - eine Nachbargemeinde von Bremgarten - muss sich nun überlegen, wie es mit dem Projekt weiter gehen soll.