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Alpines Museum Bern Der Wolf als Spiegel der Gesellschaft

Kein Tier ist den Ängsten und Sehnsüchten des Menschen so nah wie der Wolf. Dieser These geht das Alpine Museum in seiner jüngsten Ausstellung nach und will dabei zeigen, was die Schweiz mit dem Wolf und was der Wolf mit der Schweiz macht.

Legende: Video Blick in die Ausstellung abspielen. Laufzeit 0:51 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.05.2017.

«Der Wolf ist da. Eine Menschenausstellung», heisst der neueste Schau des Alpinen Museums. Im Ausstellungsraum «Biwak» geht das Museum der Frage nach, was der Wolf mit unserer Gesellschaft macht und was wir mit dem Wolf machen. Seit etwa zwei Jahrzehnten ist der Wolf wieder in der Schweiz.

Beat Hächler, Direktor des Alpinen Museums in Bern.
Legende: Andreas Lüthi / SRF

In der dicht besiedelten Schweiz sei der Wolf ein «Unruhefaktor», sagt Beat Hächler, Direktor des Alpinen Museums. Mit dem Auftauchen des Wolfes müssten Freiräume neu ausgehandelt werden. Dabei gebe es Konflikte, die sehr emotional geführt werden.

Audiostationen in Ausstellung
Legende: Andreas Lüthi / SRF

In acht Hörstationen lässt die Ausstellung Akteure zu Wort kommen, die mit dem neu eingewanderten Tier konfrontiert sind – etwa einen Wildhüter, eine Tierparkpädagogin, ein Genetiker oder eine Tierpräparatorin. Sie zeigen die Spannungsfelder, die das Auftauchen des Wolfes verursacht.

Elisa Frank, Ethnologin Universität Zürich
Legende: Andreas Lüthi / SRF

Der Wolf sei von Süden her in den Alpenraum eingewandert. «Dieser Raum ist ökologisch, sozial und ideologisch sehr sensibel und damit verstärkt sich die Debatte», sagt Elisa Frank von der Universität Zürich. Sie arbeitet als Ethnologin an der Universität Zürich einem Nationalfonds-Projekt zum Umgang mit Wölfen und hat die Ausstellung mitkonzipiert.

Ausgestopfter Wolf zeigt Zähne – im Hintergrund Feedbackwand.
Legende: Andreas Lüthi / SRF

Böser Wolf – guter Wolf? Es gebe kein Tier, das den Ängsten und Sehnsüchten des Menschen so nah sei wie der Wolf, sagen die Ausstellungsmacher. Für die einen ist er ein Symbol der Grausamkeit, für die andern ein Vorbild in Sachen Freiheit und Unabhängigkeit.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Der Wolf, macht das in der Natur, was das gesamte Ökosystem sanft reguliert und damit funktionnieren lässt - so war auch der "primitive" Mensch "früher" -! Mittlerweile, hat sich Mensch zum alles zerstörenden, vergiftenden, verstrahlenden, mordenden, ausbeutenden, skrupellosen "Monster" entwickelt und will es noch immer nicht wahrhaben, weshalb Wolf und Co abgeschossen wird...zum dümmsten und uneinsichtigsten, selbszerstörenden Wesen entwickelt!!
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  • Kommentar von Beat Reuteler (br)
    Nicht der Wolf ist ein Unruhefaktor. Es ist der Mensch der Unruhe stiftet.
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