Die BDP rappelt sich mit Frauenpower auf

Grossrätin Anita Luginbühl ist neue Fraktionspräsidentin der BDP im bernischen Grossen Rat. Damit ist die von 25 auf 14 Mitglieder geschrumpfte BDP-Fraktion wieder handlungsfähig. Die Analyse des Wahldebakels folgt später.

Wegweiser neben einem BDP-Plakat

Bildlegende: Nach der schmerzlichen Wahlniederlage steht die bernische BDP vor einer Richtungsdiskussion. Keystone

Am Tag nach der schmerzlichen Niederlage für die BDP bei den Parlamentswahlen hat sich die Grossrats-Fraktion neu aufgestellt. Die Wahl der Berner Oberländerin Anita Luginbühl zur Fraktionspräsidentin trägt auch der Tatsache Rechnung, dass die BDP nach der Wahl einen bemerkenswerten Frauenanteil ins Parlament schickt: 6 Frauen und 8 Männer.

Dies wird auch die Neupositionierung der Partei prägen, ist Parteipräsident und Grossrat Heinz Siegenthaler überzeugt. «Die Tatsache, dass keine BDP-Frauen abgewählt wurden, führt dazu, dass die Fraktion viel weiblicher geworden ist.» Allerdings ist für ihn klar, dass die BDP weiterhin in der bürgerlichen Mitte politisieren und im Grossen Rat das Zünglein an der Waage spielen will.

«Wir grenzen uns in vielen Fragen von der SVP und der FDP ab. Aber das haben wir nicht genügend verständlich machen können. Das politische Marketing hat nicht funktioniert, wir haben uns zu schlecht verkauft», so Siegenthaler weiter. Die BDP will sich nun Zeit lassen, die Wahlen gründlich zu analysieren und dann die Schlüsse daraus zu ziehen.