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Bern Freiburg Wallis Die Brienz Rothorn Bahn hat finanzielle Probleme

Nach einer weiteren durchwachsenen Saison hat die Brienz Rothorn Bahn ein Liquiditätsproblem. Die Lage sei «ausserordentlich ernst», schreibt Verwaltungsrats-Präsident Peter Flück im Geschäftsbericht 2012. In der Kasse fehlen rund eine halbe Million Franken. Nun schiessen die Banken das Geld vor.

Nach dem schlechten Ergebnis 2011 sei die Liquidität in Schieflage geraten, «weit mehr als uns lieb war», steht im Geschäftsbericht der Brienz Rothorn Bahn geschrieben. Um den finanziellen Engpass zu beseitigen, hätte die Bahn im vergangenen Jahr eine Saison mit 150'000 Passagieren realisieren müssen. Befördert wurden aber bloss 129'000 Personen, 4000 weniger als im Vorjahr.

Die Brienz Rothorn Bahn.
Legende: Das Panorama auf der Strecke der Brienz Rothorn Bahn haben in den letzten Jahren weniger Touristen genossen, als erwartet. zvg

Verantwortlich dafür seien das Wetter, der starke Franken und die touristische Wirtschaftslage, schreibt die Bahn in einer Pressemitteilung. Das «ausgesprochen miese Wetter» im Juni und im Oktober 2012 habe den Passagierrückgang massgeblich beeinflusst. Die Bahn brauche nun dringend Liquidität, sagt Flück. Es fehlte rund eine halbe Million Franken. Um die Zeit bis zum eigentlichen Saisonstart der Bahn am 1. Juni überbrücken zu können, schiessen nun die Banken Geld ein.

Massnahmen ergriffen

«Wir erlauben uns deshalb, auch bei unseren Aktionären um einen entsprechenden Beitrag zu bitten», teilt die Bahn weiter mit. Konkret habe man das Apéro an der Generalversammlung gestrichen und gebe den anwesenden Aktionären auch keine Gratis-Billette mehr ab, sagte Flück auf Nachfrage. Allein durch den Verzicht aufs Apéro spare man 25'000 Franken. Die Sparmassnahmen zeigten, wie ernst die Lage sei, räumte Flück ein. «Der Verwaltungsrat macht sich Sorgen.» Auf der Suche nach flüssigen Mitteln seien zurzeit Gespräche mit Geldgebern und mit dem Kanton Bern im Gang.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Kobel, Lützelflüh
    Die Generationen werden mit der Zeit aussterben die noch Spass an solchen alten Sachen haben. Wir leben in einer anderen Zeit. Da kann man nicht nur immer alles andere Schuld geben. Ich bin absolut dagegen das der marode Kt. Bern da noch Geld gibt. Wir werden immer mehr zu einem teurem Museum das nur eine kleine Minderheit intressiert.
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    1. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Es sind die Banken, die eine halbe Million der BRB vorschiessen müssen, geehrter Herr Kobel und nicht der marode Kanton. Die roten Zahlen im Kanton Bern entstanden übrigens hauptsächlich durch die heutige Mentalität der Gesellschaft: "Wir leben jetzt, ob mit Arbeit oder als Sozialhilfeabhängiger"! Wie gross die Wertschöpfung für den Tourismus der Dampfbergbahn aufs Rothorn bleibt, ist sicher höher, als die immer höheren Sozialleistungen des Kantons!
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