Die «Cantonale» ermöglicht den Sprung über die Sprachgrenze

Die vierte Weihnachtsausstellung «Cantonale Berne Jura» zeigt Werke von über 150 Künstlerinnen und Künstlern. Das Spezielle daran: Es machen neun Museen aus den Kantonen Bern und Jura mit. Das Publikum wird eingeladen, den Sprung über die Sprach- und Kantonsgrenze zu wagen.

Zwei Kantone, neun Museen und über 150 Künstlerinnen und Künstler - dies sind die Eckdaten der diesjährigen Weihnachtsausstellung «Cantonale Berne Jura». Sie ist eine beliebte Plattform für die Kunstschaffenden. Die acht Ausstellungsorte (Bern, Thun, Interlaken, Langenthal, Biel, Moutier, Porrentruy und Le Noirmont) konnten aus knapp 400 Eingaben auswählen.

Die Idee für diese Ausstellung hatte Valentine Reymond. Sie ist Leiterin des jurassischen Museums in Moutier und heute auch Präsidentin des Vereins «Cantonale». Weil ihr Museum zusammen mit dem Kunstmuseum in Delsberg eine interkantonale Institution ist, sei für sie von Anfang an klar gewesen, dass Künstler aus beiden Kantonen mitmachen müssen. Die Ausstellung wolle die Künstler und das Publikum aus der eigenen Region ansprechen.

Familientreffen und Feedback

Für ihn sei dies jeweils ein schöner Jahresabschluss, sagt der Freiburger Videokünstler Peter Aerschmann. «Das ist wie ein Familientreffen.» Er betritt mit der Ausstellung in Le Noirmont Neuland. «Ich war vorher noch nie dort.» Er fände es immer spannend, an neuen Orten auf ein neues Publikum zu treffen.

Die Berner Künstlerin Sylvia Hostettler stellt Fotos eigener Objekte aus Plastikfolien unter anderem in Moutier und Biel aus. Bei der Vernissage habe sie jeweils viele Rückmeldungen. Sonst sei das Feedback eher spärlich. Für sie sei es trotzdem wichtig, an der «Cantonale» dabei zu sein. Sie freut sich, dass die Kultur die Kantone Bern und Jura näher bringt. «Das ist ein schöner Gedanke.»

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