Die CVP Freiburg wagt den Alleingang

Der Parteivorstand hat entschieden, bei der kommenden Ersatzwahl in die Kantonsregierung im September alleine anzutreten - ohne SVP und FDP.

CVP-Kartenspiel.

Bildlegende: Keine Wahlallianz: Die Karten werden neu gemischt. Keystone

Die CVP will im September Grossrat Jean-Pierre Siggen den freiwerdenden Sitz von Isabelle Chassot verteidigen. Und zwar im Alleingang: Der Parteivorstand lehnt eine mögliche Konvention mit der FDP und der SVP ab.

Eine solche Konvention hätte eine bürgerliche Allianz auch für die eidgenössischen Wahlen 2015 vorgesehen. Dies geht der CVP zu weit: Man wolle dies zuerst mit der Basis besprechen und sich nicht von den anderen Parteien unter Druck setzen lassen, hiess es vor den Medien.

Steiert als lachender Dritter?

Die SVP hat bereits angekündigt, für diesen Fall mit einem eigenen Kandidaten anzutreten. Auch die FDP will sich eine eigene Kandidatur überlegen, hiess es auf Anfrage.

Profitieren von der bürgerlichen Uneinigkeit könnte die SP. Sie hat mit Nationalrat Jean-François Steiert gute Chancen, den Sitz von Isabelle Chassot zu erben. Damit hätte die Linke erstmals überhaupt eine Mehrheit in der Freiburger Kantonsregierung.

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