Die Karten werden neu gemischt

Sechs Kandidaten aus vier Parteien kandidieren im Wallis für den zweiten Wahlgang. Damit ist der Ausgang der Regierungswahlen im Kanton offen.

Da die sechs Kandidaten aus verschiedenen Bezirken stammen, sind nach dem Walliser Wahlgesetz alle wählbar.

Am meisten gefährdet ist der Sitz der Sozialdemokratin Esther Waeber-Kalbermatten. Denn die SP ist die Partei mit der kleinsten Wählerbasis.

«Die FDP greift uns direkt an und ich werde kämpfen um meinen Sitz», sagt die SP-Staatsrätin. Sie hofft insbesondere auf eine breite Unterstützung aus dem Oberwallis.

Unterstützung der SP durch die SVP

Esther Waeber-Kalbermatten schaut etwas verkniffen, ihr Sitz wackelt.

Bildlegende: Der Sitz von Esther Waeber-Kalbermatten in der Walliser Regierung wackelt, die FDP greift an. Keystone

Hilfe erhält sie ausgerechnet von der SVP: «Wir werden im Oberwallis das Signal geben, die drei Oberwalliser Kandidaten zu unterstützen», sagt SVP-Nationalrat Oskar Freysinger und meint damit sich, Esther Waeber-Kalbermatten und den CVP-Staatsrat Jean-Michel Cina.

Der sagt, keiner könne sich sicher sein. Die Karten würden neu gemischt. «Jede Partei schaut für sich, es macht keinen Sinn, Wahlempfehlungen abzugeben.»

Am 17. März stellen sich die bisherigen Staatsräte Jean-Michel Cina, Jaques Melly und Maurice Tornay (alle CVP) zur Wiederwahl. Ausserdem kandidiert die bisherige Polizeidirektorin Esther Waeber-Kalbermatten von der SP, SVP-Nationalrat Oskar Freysinger und Léonard Bender für die FDP.