Die Pädagogische Hochschule Bern in stetem Wandel

Seit zehn Jahren werden an der PH Bern Lehrpersonen ausgebildet. Zu Beginn war die Ausbildung umstritten: Fern jeder Praxis, lautete die Hauptkritik. Diese sei weitgehend verstummt, sagt Rektor Martin Schäfer. Die Ausbildung befinde sich aber immer im Wandel.

Ein Gebäude mit Flachdach mit brauner Verschalung.

Bildlegende: Vor gut einem Jahr hat die PH Bern ein neues Gebäude auf dem von Roll Areal im Länggasse-Quartier bezogen. PH Bern

Die Studenten lernten zwar an der Pädagogischen Hochschule theoretisches Wissen, hätten aber keine Ahnung, wie ‹Schule geben› funktioniere, hiess es vor zehn Jahren. Die PH Bern löste die Lehrerseminare ab. Nun mussten angehende Lehrerinnen und Lehrer erst die Matura machen und dann ein Studium absolvieren.

In der Ausbildung an der PH Bern haben aber die angehenden Lehrer mehr Praktika als früher im Seminar, sagt Martin Schäfer, Rektor der Pädagogischen Hochschule.

Die Ausbildung wandle sich stetig - heute sei die Art der Wissensvermittlung viel wichtger geworden als früher.

Schwierige Elterngespräche

Es gibt laut Martin Schäfer durchaus noch Punkte, die verbessert werden können. Auf den Umgang mit schwierigen Klassen und auf das Führen von heiklen Elterngesprächen seien auch die heutigen Lehrerinnen und Lehrer noch zu wenig vorbereitet.

Das sei aber auch schwierig. «Diese Kompetenzen erwirbt man fast nur in der Praxis, im Berufsleben. Aber wir müssen in Zukunft mehr Wert darauf legen, die frisch ausgebildeten Lehrer beim Einstieg ins Berufsleben zu begleiten.» Das sei aber nicht nur Sache der PH Bern, sondern auch der jeweiligen Schulleitung.