Die Postchefin erholt sich im Rebberg

Für viele war es eine Überraschung, als 2011 Susanne Ruoff zur Postchefin ernannt wurde. Sie hat eine Karriere eingeschlagen, die ihresgleichen sucht.

Von der Schulstube auf den Chefinnensessel: Susanne Ruoff hat eine beachtliche Karriere vorzuweisen. Die 56-Jährige arbeitet am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn als Primarlehrerin – heute ist sie Chefin einer der grössten Arbeitgeber der Schweiz.

Früher Schule, nun Postchefin: Es gebe durchaus Gemeinsamkeiten, mein Ruoff. «Früher wie heute muss ich mit Menschen umgehen können.» Es gebe immer wieder verschiedene Meinungen und Ansichten. «Damit kann ich gut umgehen.» Grössere Meinungsverschiedenheiten nehme sie «sportlich».

«  Ich bin sehr neugierig. »

Susanne Ruoff
Postchefin

Susann Ruoff nennt ihre Neugierde als Grund, weshalb sie das Schulzimmer verliess und eine Karriere in der Wirtschaft einschlug. Die Welt der Wirtschaft und der Technik fasziniert sie. «Ich hatte schon sehr früh einen Computer.»

Heikles Frauenthema

Nicht gerne spricht die Mutter zweier nun erwachsener Kinder über das Thema Frauen in Führungspositionen. «Warum werden immer nur Frauen gefragt, wie sie Karriere und Familie unter einen Hut bringen?», fragt Ruoff rhetorisch.

In ihrer Familie wurden die Rollen klar verteilt: Sie machte Karriere, ihr Mann blieb zuhause. Mittlerweile bewirtschaftet er bei Crans-Montana einen Rebberg. «Ich liebe es, am Wochenende Reben zu schneiden oder Trauben zu ernten.»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)