Die SVP will bürgerliche Mehrheit in der Berner Kantonsregierung

Der Parteivorstand der Berner SVP will zwei Kandidaten für die Regierungsrats-Ersatzwahl von Ende Februar 2016 aufstellen. Es sind dies der Bernjurassier Pierre-Alain Schnegg und der Fürsprecher Lars Guggisberg.

Mit dem Bernjurassier Pierre Alain Schnegg will die Parteileitung den Sitz des abtretenden SP-Gesundheits- und Fürsorgedirektors Philippe Perrenoud anvisieren. Schnegg ist Grossrat, Unternehmer und Vizepräsident des Spitals Berner Jura.

Lars Guggisberg (l.) und Pierre Alain Schnegg im Portrait.

Bildlegende: Lars Guggisberg (l.) und Pierre Alain Schnegg wollen für die SVP in die Berner Kantonsregierung. Keystone/Twitter

Lars Guggisberg ist Jurist und Geschäftsführer zweier Sektionen des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern. Er soll den Sitz des scheidenden Volkswirtschaftsdirektors Andreas Rickenbacher (SP) erobern.

Die Strategie der Zweierkandidatur sei richtig, sagt SVP-Präsident Werner Salzmann gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Zumal er von den anderen bürgerlichen Parteien FDP und BDP keine weiteren Kandidaten für die Ersatzwahl erwarte. Mit der Doppelkandidatur möchte die Parteileitung der SVP den «effektiven Mehrheiten in der Bevölkerung» Rechnung tragen. Salzmann verweist auf den Umstand, dass seine Partei mit 33 Prozent Wähleranteilen aktuell nur einen Sitz in der Berner Regierung hat, die SP mit 19 Prozent drei Sitze.

In der siebenköpfigen Berner Kantonsregierung sitzen aktuell drei Verteter der SP sowie je ein Vertreter von SVP, FDP, Grünen und BDP. Zwei SP-Vertreter (Philippe Perrenoud und Andreas Rickenbacher) haben ihren Rücktritt auf Ende Juni 2016 angekündigt.

Die SVP-Delegierten werden am 3. November in Belp über den Vorschlag der Parteileitung befinden. Die Ersatzwahlen finden am 28. Februar 2016 statt.

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