Die Waldbesitzer im Kanton Bern sind verärgert

Die bernische Regierung wollte die Rehjagd um zwei Wochen verlängern . Und zwar, weil die Rehe immer mehr Schäden an den Bäumen anrichten. Nun krebst die Regierung zurück und will erst eine Arbeitsgruppe einsetzen - zu umstritten ist die Verlängerung der Rehjagd.

Ein Reh steht im Gras.

Bildlegende: Die Rehjagd wird im Moment nicht verlängert, obwohl die Bissschäden an den Bäumen zunehmen. Wikimedia/Marek Szczepanek

Den Vorschlag, die Rehjagd um zwei Wochen zu verlängern, hatte ursprünglich die bernische Regierung gemacht - und stiess dabei bei den Waldbesitzern auf offene Ohren. Die Beissschäden an jungen Bäumen haben in den letzten Jahren immer mehr zugenommen.

Nun aber, kurz vor Ende des Konsultationsverfahrens, will der zuständige Regierungsrat Andreas Rickenbacher nichts mehr von einer Jagdverlängerung wissen. «Wir mussten feststellen, dass die Verlängerung der Rehjagd sehr umstritten ist.»

Rickenbacher will deshalb bis Mai eine Arbeitsgruppe zusammenstellen. Diese soll die ganze Jagdverordnung ins Visier nehmen.

Waldbesitzer fordern ein schnelleres Vorgehen

«Wir sind sehr enttäuscht, der Waldbesitzer wird mit dem Problem der Beissschäden alleine gelassen», sagt Erich von Siebenthal, Präsident des bernischen Verbandes der Waldbesitzer. Es sei keine Lösung, das Thema auf Eis zu legen. «Fakt ist, das Handlungsbedarf besteht.» Er erwarte deshalb vom Regierungsrat, dass dieser auch die kleinen Schritte umsetze - vor der Gesamtrevision der Jagdverodnung, sagt von Siebenthal weiter.

Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher hofft, bis im Sommer 2016 dem Reigerungsrat die revidierte Jagdverordnung vorlegen zu können.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)