Die Walliser Bevölkerung ist so gesund wie noch nie

Der Gesundheitszustand der Walliserinnen und Walliser entspricht in praktisch allen Teilen dem Zustand der Schweizer Bevölkerung, sagt der neue Walliser Gesundheitsbericht. Das ist ein echter Fortschritt, bilanzieren das Walliser Gesundheitsobservatorium und die kantonale Gesundheitsbehörde.

Zwei Bildschirme mit medizinischer Diagnose.

Bildlegende: Positive Diagnose der Walliser Volksgesundheit. Der Zustand hat sich verbessert - auf Schweizer Niveau. Keystone

Acht von zehn Walliserinnen und Walliser fühlen sich vor dem Pensionsalter gesund und zufrieden. Die Fakten im 5. Walliser Gesundheitsbericht seit 1996 widersprechen dieser subjektiven Wahrnehmung des eigenen Gesundheitszustandes nicht. Denn die Verfassung der Walliser Bevölkerung nähert sich den Statistiken der Schweiz immer mehr an. Die Walliserinnen und Walliser sind gesund wie noch nie, bilanziert die Gesundheitsdirektion.

Bei der Lebenserwartung, bei der Sterblichkeitsrate, beim Anteil der älteren Generation ab 65 und 80 gibt es praktisch keine statistischen Auffälligkeiten mehr. Auch im Wallis sind Herz- und Kreislaufkrankheiten und Krebs die häufigste Todesursache, der Anteil übergewichtiger Menschen nimmt zu wie überall.

Dass auch Demenz, Diabetes und Depressionen zunehmen, hat mit der Tatsache zu tun, dass auch im Wallis immer mehr Menschen immer älter werden. Dieser Anteil hat sich seit 1975 verdoppelt auf 22 Prozent. Auch das entspricht dem Schweizer Statistikwert.

2000er-Jahrgänge: Die Hälfte wird 100 jährig

Die Walliser Gesundheitsobservatoren haben dazu eine spannende Hochrechnung angestellt. Wenn die Lebenserwartung so steigt wie in den letzten Jahrzehnten, wird die Hälfte der in den 2000er-Jahren Geborenen hundert Jahre alt.

Die einzige, einigermassen signifikante Abweichung zwischen den Walliser und den Schweizer Statistiken ist beim Umgang mit Tabak und Alkohol zu finden - und da vorab bei den Jugendlichen.

Zwar hat der Alkoholkonsum markant nachgelassen, aber ist immer noch etwas höher als im Schweizer Durchschnitt und die Zahl der Raucher ist mit 30 Prozent gleich geblieben.

Die Schlussfolgerungen für die Gesundheitsversorgung und für die Gesundheitspolitik hat die Kantonsregierung in einem Programm 2015 - 2018 bereits gezogen: Prävention bei den Jungen, gezielte Beratung, ambulante Dienste und Gesundheitsförderung sei die Herausforderung für die Zukunft, zusammen mit der Behandlung von chronischen Leiden bei der älteren Generation.