Doppelter Frust bei den Walliser Bergbahnen

Der warme Winter hat den Walliser Bergbahnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. 4,5 Prozent weniger Wintersportler waren im Winter 2015/2016 auf den Pisten unterwegs als im Jahr zuvor.

Skifahrer auf einer Piste.

Bildlegende: Zu selten waren die Pisten so weiss und das Wetter so gut wie hier am Neujahr auf der Riederalp. Keystone

Bereits der Vorjahreswinter 2014/2015 sei ein schlechter gewesen, sagten die Verantwortlichen der Walliser Bergbahnen vor den Medien. Damals betrug der Rückgang bei den Wintersportlern 3,8 Prozent.

«Das Ergebnis dieses Winters ist das Schlechteste in den letzten fünf Jahren», sagt Berno Stoffel, Vizepräsident der Bergbahnen. Das schlechte Wetter an den Wochendenden, der späte Schnee und der starke Franken seien die Hauptgründe für dieses Ergebnis.

Hinzu kommt, dass viele Bahnen strukturelle Probleme haben; wegen schlechten Wintern fehlt ihnen das Geld für nötige Investitionen. Der Kanton Wallis hat die Situation erkannt und zugestimmt, den Bergbahnen finanziell unter die Arme zu greifen, damit diese im schweizerischen Vergleich konkurrenzfähig bleiben.

«  Wir verlangen ein klares Bekenntnis vom Kanton zum Tourismus. »

Berno Stoffel

Jedoch droht diese Finanzspritze auf die lange Bank geschoben zu werden: Aus Spargründen schlägt der Staatsrat dem Kantonsparlament vor, die Vorlage zwei Jahre hinauszuzögern. «Das ist inakzeptabel, wir verlangen jetzt ein klares Bekenntnis vom Kanton zu den Bergbahnen und zum Tourismus», enerviert sich Berno Stoffel.

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