Drei Bieler Gymerrektoren ergründen den Röstigraben

Zufällig präsidieren drei Bieler Rektoren überregionale Gymnasiumskonferenzen. Sie entdecken dabei Unterschiede zwischen Romandie und Deutschschweiz.

Platz und 3 Gebäude des Gymnasiums Strandboden in Biel.

Bildlegende: Während der Sanierung des Gymnasiums Strandboden die Ferien verschieben? Beispiel eines kulturellen Unterschieds. Keystone

Die Gymnasialrektorenkonferenzen der Schweiz, der lateinischen Schweiz und des Kantons Bern werden derzeit je von einem Bieler geleitet - zufällig. Die drei Rektoren haben darum mehr Sitzungen zusammen. Dabei entdecken sie Mentalitätsunterschiede zwischen Romandie und Deutschschweiz. 

«Beispielweise diskutierten wir darüber, ob für die Sanierung des Seeland-Gymnasiums Biel die Ferien verschoben werden könnten», erzählt Leonhard Cadetg, Rektor am Seeland-Gymnasium Biel. «Unsere welschen Kollegen waren der Ansicht, das könne man einfach machen. Wir Deutschschweizer hingegen befürchteten Widerstand dagegen.»

Bereits das Erkennen von Unterschieden bringe etwas, sagt Cadetg. Weil es helfe,  die eigene Position zu relativieren und offen zu sein für Veränderungen. Und für die Schülerinnen und Schüler könne das Bewusstsein von kulturellen Unterschieden mit Blick auf ihre spätere Berufstätigkeit von Nutzen sein.

Leonhard Cadetg ist Präsident der Konferenz der Schulleitenden der Gymnasien des Kantons Bern. Aldo Dalla Piazza ist Rektor des Gymnase français de Bienne und präsidiert die Konferenz Schweizerischer Gymnasialrektorinnen und Gymnasialrektoren. Pierre Buchmüller ist Rektor des Gymnasiums Alpenstrasse und leitet die Conférence des directrices et directeurs de gymnase de la Suisse romande et du Tessin.